Meinung zum sozialen Kahlschlag im Landkreis Göppingen

Das bei einem CDU-Landrat der soziale Bereich keinen hohen Stellenwert einnimmt, das kann man verstehen, aber dass bei einer Kreisstadt mit grünem Oberbürgermeister jetzt die sozialen Hilfsangebote aufgrund einer allgemeinen Haushaltssperre nicht nur zusammengestrichen sondern gänzlich ausgesetzt werden, ist dann doch schon verwunderlich.

Will man jetzt alles auf die externen Institutionen der Kirche, der Sozialverbände und freiwilliger Bürgerangebote der Nachbarschaftshilfe abwälzen? Das wird nicht funktionieren. Dazu sind die Organisationen und Helfer weder finanziell noch organisatorisch eingestellt. Woher soll das Geld kommen? Erhöhung der Kirchensteuern? Lächerlich, dann treten noch mehr Mitglieder aus. Spendensammeln? Bei wem, wenn viele schon kaum noch ihre Mietwohnung bezahlen können. Mehr Ehrenamt? Wenn Menschen jetzt mehr und länger arbeiten sollen.

Was wir jetzt in den nächsten Jahren sehen werden: mehr Familien in finanzieller und sozialer Not, mehr Kinder ohne Schulabschluss, mehr Drogen auf der Straße, mehr Arbeitslose, mehr Menschen, die auf der Straße leben usw. Letztendlich auch mehr Hunger obwohl genug zu essen da wäre, mehr Krankheiten, obwohl Medikamente da wären und mehr Selbstmorde, weil es keinen Ausweg mehr gibt.

Und dann haben wir einen Bundeskanzler, bei dem selbst Mediziner inzwischen Schmarotzer des Gesundheits- und Sozialsystems sind.

Und dann sollen wir noch mutig und frohgelaunt in die Zukunft schauen?

Joachim Abel

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