Datum/Zeit
Date(s) - 23/09/2026
17:00 - 18:30
Veranstaltungsort
Göppingen-Jebenhausen - Jüdischer Friedhof
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Als im Juli 1777 das jüdische Leben in Jebenhausen begann, erhielt die Gemeinde zugleich das Recht, einen eigenen Bestattungsplatz anlegen zu dürfen. Außerhalb der Siedlung, im Nordosten des Dorfes am „Judenberg“, entstand schließlich der jüdische Friedhof.
Wer mehr über die bewegte Vergangenheit und vor allem den Bestattungsplatz erfahren möchte, hat dazu am Mittwoch, 23. September, um 17 Uhr die Gelegenheit. Maria Skaroupka-Liesche wird über den Friedhof führen. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms der zurzeit im Museum im Storchen gezeigten Sonderausstellung zu Tod, Bestattung, Friedhofs- und Erinnerungskultur in Göppingen.
Treffpunkt ist direkt am Jüdischen Friedhof am Kreuzhaldenweg. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung auf dem Friedhof zu tragen.
Wissenswertes zum Jüdischen Friedhof:
Da im Judentum die ewige Totenruhe gilt und somit keine Gräber aufgelöst werden dürfen, wird der jüdische Friedhof als „Haus der Ewigkeit“ bezeichnet. Die hier Bestatteten sollen bis zu ihrer Auferstehung dort ruhen, weshalb die jüdischen Totenstätten auch als „Haus des Lebens“ verstanden werden.
Die Jebenhäuser Nekropole hat knapp zweieinhalb Jahrhunderte und die Stürme der Zeit überstanden. Bis heute ist sie erhalten und zählt rund 350 Grabstellen. Der älteste Grabstein rührt aus dem Jahr 1781 her, die letzte Bestattung fand 1939 statt. Im jüdischen Friedhof Jebenhausens spiegelt sich in vielfältiger Weise die Geschichte der hiesigen Gemeinde wieder.