- Mobilmachung: Pfrimer ließ rund 14.000 Angehörige des Heimatschutzes mobilisieren und besetzte weite Teile der Obersteiermark.
- Proklamation: In den besetzten Orten wurde die Machtergreifung verkündet und ein „Provisorisches Verfassungspatent“ erlassen, das die Republik in einen autoritären Bundesstaat umwandeln sollte.
- Marsch auf Wien: Nach italienischem Vorbild als Marsch auf die Hauptstadt geplant, traten letztlich nur rund 600 Mann den Weg an und kamen bis Amstetten.
- Zusammenbruch: Der Putsch brach bereits am Folgetag in sich zusammen, da die Heimwehr-Verbände in den anderen Bundesländern nicht wie erhofft mitzuziehen, die Unterstützung fehlte und das staatliche [Bundesheer] sowie der Republikanische Schutzbund einschritten.
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Der Pfrimer-Putsch hatte trotz seines schnellen Scheiterns weitreichende Konsequenzen für die Erste Republik Österreich.
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- Freispruch im Hochverratsprozess: Walter Pfrimer floh zunächst nach Jugoslawien, stellte sich aber im Dezember 1931. Vor dem Geschworenengericht in Graz wurde er am 18. Dezember 1931 überraschend freigesprochen. Das Urteil zeigte die tiefe Sympathie von Teilen der Justiz und des Bürgertums mit den Putschisten.
- Radikalisierung der Heimwehren: Die ohnehin demokratiefeindliche Heimwehrbewegung spaltete sich weiter. Der Steirische Heimatschutz um Pfrimer radikalisierte sich rapide, wandte sich endgültig vom Staat ab und schloss 1933 ein Bündnis mit der (damals noch illegalen) NSDAP („Klagenfurter Abkommen“).
- Schwächung der Demokratie: Der Putsch legte die Hilflosigkeit der christlichsozial-deutschnationalen Regierung unter Bundeskanzler Karl Buresch offen. Er demonstrierte, wie instabil die demokratische Ordnung war und wie nah das Land am Bürgerkrieg stand.
- Weg in den Austrofaschismus: Das Ereignis gilt als wichtiger Beschleuniger für das Ende der parlamentarischen Demokratie. Nur anderthalb Jahre später, im März 1933, nutzte Engelbert Dollfuß die politische Krise, um das Parlament auszuschalten und eine autoritäre Diktatur (Ständestaat) zu errichten.
- Der Zeitpunkt: Die SA wählte gezielt den Abend von Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahrsfest.
- Die Täter: Rund 1.000 SA-Leute und nationalsozialistische Jugendliche versammelten sich koordiniert auf dem Berliner Kurfürstendamm. Die Aktion wurde maßgeblich vom Berliner Gauleiter Joseph Goebbels und dem SA-Führer Wolf-Heinrich von Helldorff organisiert.
- Die Tarnung: Zunächst tarnten sich die Schläger mit sozialpolitischen Parolen wie „Hunger! Wir wollen arbeiten“.
- Die Eskalation: Rasch schlug die Stimmung um in antisemitische Rufen wie „Juda verrecke!“. Die Trupps fielen systematisch über Passanten her, die sie für jüdisch hielten oder die aus den Synagogen heimkehrten.
- Die Gewalt: Opfer wurden auf offener Straße brutal beschimpft, mit Schlagringen niedergeschlagen und getreten.
- Testlauf für den Terror: Die NSDAP erprobte erfolgreich den offenen Straßenterror im bürgerlichen Zentrum Berlins.
- Propagandasieg für Goebbels: Trotz öffentlicher Empörung zeigte die Aktion der NS-Anhängerschaft, dass die Partei die Initiative besaß.
- Verlagerung der Gewalt: Der Antisemitismus wurde vom politischen Rand direkt in den Alltag der Großstadt getragen.
- Milde Urteile: Die Justiz verhängte im anschließenden Prozess nur geringe Haftstrafen gegen die Rädelsführer wie Wolf-Heinrich von Helldorff.
- Einschüchterung der Polizei: Der jüdische Berliner Vize-Polizeipräsident Bernhard Weiß, der rigoros durchgriff, wurde zur Zielscheibe massiver NS-Hetze.
- Vollständige Amnestie: Nach einer Amnestie durch das Reichsgericht hoben die Nationalsozialisten 1933 nach der Machtübernahme alle Urteile endgültig auf.
- Zerstörtes Sicherheitsgefühl: Der Angriff am jüdischen Neujahrsfest machte deutlich, dass der Staat keinen verlässlichen Schutz mehr bot.
- Vorbote der Vertreibung: Der Krawall beschleunigte bei vielen deutschen Juden das Bewusstsein, im eigenen Land akut bedroht zu sein.
- Blaupause für 1935: Die Mechanismen von 1931 wurden im Juli 1935 an exakt derselben Stelle für den noch größeren Kurfürstendamm-Krawall von 1935 genutzt.
- Wegbereiter der Novemberpogrome: Die mangelnde Gegenwehr von Staat und Gesellschaft ebnete den Weg für die systematische Gewalt der Reichspogromnacht 1938.
Am 13. September 1986 wurde Jörg Haider zum Bundesparteiobmann der FPÖ in Österreich gewählt – für viele die Geburt des modernen Rechtspopulismus. Dieser hat sich wie ein Geschwür von Österreich über ganz Westeuropa und später auch nach Übersee und die Staaten des früheren Warschauer Pakt ausgeweitet und ist heute teilweise offenem Rechtsextremismus gewichen – teilweise aber auch einen noch suptilerem Populismus. Nach Deutschland kam diese Entwicklung vergleichsweise spät, hat sich aber ebenfalls ausgebreitet und die AfD hat die Wandlung hin zu einer offen rechtsextremen Partei noch schneller durchlaufen als es in anderen Ländern der Fall war. In Österreich hat sich das System Jörg Haider auf eine gefährliche Art etabliert, da Dinge als legitim angesehen werden, die es eigentlich nicht sein sollten. In der Steiermark gibt es wieder einen Landeshauptmann der FPÖ und in vielen Ländern regiert die Partei mit. Der Vorteil an Jörg Haider war aber, dass er ein berechenbarer Gegner und offensichtlich Rechter war, der seine Gesinnung offen zur Schau trug. Seine Nachfolger waren Wölfe im Schafspelz und deren Nachfolger sind oftmals richtige Rechtsextreme. Man sieht also, wo die Reise hingeht.
Die Vorfälle in Deutschland und Österreich waren Vorboten einer noch viel schlimmeren Entwicklung, die Deutschland 1933 und Österreich in mehreren Stufen 1938 heimsuchen sollte. 1945 musste alles von außen nach einem fürchterlichen Krieg vernichtet werden, weil es von innen nicht mehr möglich war. In Österreich kamen die Entwicklungen von 1931 schneller zurück, bei uns in den letzten Jahren. Österreichs Weg in den Abgrund ist aus meiner Sicht nicht mehr aufzuhalten, weil die Bevölkerung bereits kapituliert hat, Deutschland ist noch zu retten, es muss aber dringend was passieren. Also wartet nicht, sondern kämpft für eure Heimat.
- Der Appell: Mit den berühmten Worten «Let Europe arise!» forderte der damalige britische Oppositionsführer und ehemalige Premierminister einen Zusammenschluss der europäischen Staaten.
- Die „Vereinigten Staaten von Europa“: Churchill plädierte für eine Art Partnerschaft und den Aufbau eines regionalen Rahmens, um künftige Kriege unmöglich zu machen.
- Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland: Als zentralen ersten Schritt forderte er eine historische Verständigung und das Ende der Bestrafung Deutschlands – eine damals vielerorts umstrittene und kontroverse Forderung.
- Die Rolle Großbritanniens: Obwohl er als Initiator auftrat, sah Churchill sein eigenes Land sowie das britische Commonwealth nicht als direkten Bestandteil dieser kontinentaleuropäischen Föderation, sondern eher als deren wohlwollenden Förderer und Partner.
- Reaktionen: Die Rede sorgte international für Aufsehen. Während Befürworter der Paneuropa-Idee (wie Graf Coudenhove-Kalergi) euphorisch reagierten, zeigte man sich beispielsweise in Paris zunächst pikiert über die geforderte schnelle Einbindung Deutschlands.
- Langfristige Folgen: Die Ansprache bereitete den Boden für die Entstehung des Europarats (1949) und gilt im Rückblick als wichtiger geistiger Grundstein für den späteren Weg zur Europäischen Union.
- Der Auslöser: Am späten Nachmittag des 17. September 1991 attackierten rechtsextreme Jugendliche vietnamesische Straßenhändler auf einem Marktplatz.
- Die Eskalation: Die Angegriffenen flüchteten in ein Wohnheim für Vertragsarbeiter aus Mosambik und Vietnam. Kurz darauf versammelten sich Dutzende, in den Folgetagen bis zu 500 gewaltbereite Neonazis und Anwohner vor dem Gebäude.
- Die Gewalt: Der Mob warf Steine und Molotowcocktails auf die Unterkunft. Schaulustige Anwohner feuerten die Angreifer an und applaudierten. Später wurde auch ein Heim für Asylbewerber angegriffen.
- Die Rolle des Staates: Die Polizei war völlig überfordert, agierte zögerlich und schaute oft zu. Letztlich kapitulierten die Behörden vor dem Mob, statt die Angreifer konsequent zu stoppen: Die Unterkünfte wurden geräumt und die Opfer – nicht die Täter – zum Schutz aus der Stadt gebracht.
- Bilanz: 32 Menschen wurden bei den Krawallen verletzt. Die meisten Betroffenen verließen die Stadt aus Angst für immer.
- Justiz: Obwohl Hunderte beteiligt waren, wurden nur wenige Täter ermittelt; die Gerichte verhängten meist nur geringe oder Bewährungsstrafen.
- Ein Symbol: Der Begriff „ausländerfrei“, den die Randalierer damals skandierten, wurde zum Unwort des Jahres 1991 gewählt. Die Ereignisse markierten den Auftakt einer dramatischen Welle rechtsextremer Gewalt in den 1990er-Jahren (wie in Rostock-Lichtenhagen, Mölln oder Solingen).
Am 17. September 2007 wurde Frank Schmidt Trainer des 1. FC Heidenheim. Da es einige Anzeichen gibt, dass seine Tätigkeit bald endet, nehme ich den 19. Jahrestag, ihn, den Verein und seine Verdienste zu würdigen. Dieter Märkle verließ den Verein überraschend und Frank Schmidt, der eigentlich noch ein bisschen selbst spielen wollte, beendete seine Karriere abrupt und sprang spontan als Trainer ein – niemand sollte zum damaligen Zeitpunkt ahnen, wohin der Weg führen sollte. Von der 5. in die 1. Liga und sogar in den Europapokal. Man hielt sich ganze 3 Jahre in der Bundesliga und der Start in die 2. Liga verlief auch ganz passabel. Sicher gab es in den letzten Jahren auch immer mal wieder schwierige Phasen, aber im Verein und im Umfeld blieb man ruhig und hielt an seinem Trainer fest. Frank Schmidt stammt aus der Region und ist daher für die Menschen und den Verein eine Identifikationsfigur, was auch maßgebend für seinen Erfolg ist. Doch wie wird es weitergehen, falls er im Sommer wirklich aufhört? Ich vermute, dass Marc Schnatterer ihn beerben und eine neue Ära prägen wird – vergleiche SC Freiburg. Der FCH wird seinen Kurs der Bodenständigkeit und Souveränität fortsetzen und erfolgreich in der 2. Liga bleiben.
Marcel Kunz (teilweise mit KI erstellt)