Die Top 5 Social Media Giganten in Deutschland und was sie ausmacht

Soziale Netzwerke können die meisten von uns sich aus ihrem Leben kaum mehr wegdenken. Fast täglich besuchen wir Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, TikTok, LinkedIn oder YouTube. Dabei erfüllt jede dieser Webseiten einen besonderen Zweck.

Während die eine Webseite der reinen Unterhaltung dient, zum Beispiel durch ein großes Angebot an Videos, in denen uns die neuesten Spielautomaten online oder der neueste Klatsch und Tratsch präsentiert werden, nutzen wir andere zu rein beruflichen Zwecken, zum Beispiel für Fortbildungen oder auch zum Netzwerken.

Soziale Netzwerke: Eine kurze Exkursion in die Vergangenheit

Seit das Internet existiert, gibt es das Bedürfnis der User, sich mit anderen Nutzern zu verbinden. Es gab bereits zahlreiche Social Media Netzwerke, von denen sich einige durchsetzen konnten, andere hingegen nicht. Wie Pilze schossen sie vor zwei Jahrzehnten noch aus dem Boden und viele von uns waren ständig damit beschäftigt, sich auf allen möglichen Webseiten Accounts zu erstellen.

Viele Betreiber konnten sich nicht durchsetzen, obwohl sie in mehreren Bereichen Vorreiter der heutigen Social Media Giganten wie Facebook und Twitter waren. Ein bekanntes Beispiel für eine gescheiterte Plattform ist MySpace. Das Netzwerk ging noch vor Facebook online.

100 Millionen Nutzer konnte die Community im Jahre 2006 noch vorweisen. Heute kennt sie kaum noch jemand, obwohl die Seite noch existiert. Ein weiteres Beispiel ist Google Plus. Im Jahre 2011 wollte der Tech Gigant Facebook Konkurrenz machen und stellte seine neue Plattform vor. Allerdings konnte Google nicht wirklich mit etwas Neuem aufwarten, woraufhin der Betrieb 2019 wieder eingestellt wurde. Viele Nutzer von Google hatten zwar einen Account, nutzten diesen allerdings nur selten. Richtig warm wurden die Endkunden nie mit der Plattform.

Die fünf mächtigsten Social Media Giganten

Bei Betrachtung der monatlichen Nutzung liegt Facebook mit 32 Millionen aktiven deutschen Nutzern immer noch an erster Stelle in der Gunst der Endverbraucher, gefolgt von der Video Plattform YouTube mit 30 Millionen Nutzern. Es folgen Instagram. Xing, LinkedIn, Pinterest, Twitter und TikTok:

  1. Facebook: 32 Millionen Nutzer
  2. YouTube: 30 Millionen Nutzer
  3. Instagram: 21 Millionen Nutzer
  4. Xing: 18,5 Millionen Nutzer
  5. LinkedIn: 15 Millionen Nutzer

Jede dieser Plattformen richtet sich dabei an eine bestimmte Idee mit bestimmten Absichten. Doch wie zu sehen ist, liegen Facebook und YouTube deutlich vor den anderen Plattformen im Hinblick auf die Gunst der Nutzer. Instagram weist zwar auch hohe Userzahlen auf, allerdings gehört Instagram zu Facebook. Das bedeutet, im Grunde ist man wieder unter demselben Dach, egal ob man sich für Facebook oder Instagram entscheidet.

Eine gesonderte Rolle dürften Xing und LinkedIn einnehmen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Plattformen, auf denen Networking für geschäftliche Tätigkeiten betrieben wird. Die reine Unterhaltung spielt dort nur eine sekundäre Rolle. Vertreter der verschiedenen Branchen treffen sich, tauschen sich aus. Wer in der Karriere vorankommen oder einen Job sucht, ist auf diesen beiden Plattformen unterwegs.

Wie kommt es zu der starken Marktposition von Facebook?

Das Grundprinzip von Facebook ist sehr einfach. Man erstellt ein Konto und füllt es mit Informationen über sich selbst, seine Hobbys und Interessen, Aktivitäten, seine Familie und Freunde. Menschen, die mit dem eigenen Konto verbunden sind, können diese Informationen sehen. Menschen, die räumlich getrennt sind, konnten sich plötzlich wieder näher sein und andere in das eigene Leben einbinden.

Heute nutzen täglich über 1,5 Milliarden Menschen weltweit diese Plattform. Noch vor 15 Jahren wäre kaum jemand auf die Idee kommen, dass Facebook einmal so großen Einfluss haben könnte.

Zu den wichtigsten Eigenschaften dürfte das Newsfeed gehören. Den Usern werden Nachrichten angezeigt, für die er sich interessieren könnte. Viele Menschen nutzen dies, um sich über die Neuigkeiten zu informieren. Doch auch für die Werbebranche ist die Plattform attraktiv. So können Werbetreibende die Webseite nutzen, um ihre Produkte anzubieten und eine Geschäftsseite zu erstellen. Kurz gesagt: Facebook ist ein Mix aus Information, Kontaktplattform und Geschäftsseite.

Der Trend geht zu Instagram

Heute scheint sich eine Trendwende abzuspielen. Jugendliche können im Gegensatz zu ihren Eltern kaum mehr etwas mit Facebook anfangen. Sie bevorzugen Instagram, denn die Plattform wirkt im Vergleich zu dem etwas „altbackenen“ Facebook frisch und jung.

Auch die Tatsache, dass die Eltern der meisten Jugendlichen sich auf Facebook tummeln, scheint für sie ein Grund zu sein, eine andere Lösung zu suchen. Mit Instagram haben sie sie gefunden. Dort ist es möglich, Bilder hochzuladen und zu bearbeiten und sie mit Musik zu unterlegen. Auch die Übertragung von Live Videos ist möglich. Geht auch auf Facebook, werden viele nun sagen. Doch ein weiterer Aspekt dürfte eine Rolle spielen, nämlich der Gruppenzwang. Da die Freunde alle auf Instagram sind, machen sie eben auch dort ein Konto, denn schließlich will man sich verknüpfen.

Doch wie geht es weiter? Facebook hat Pläne verlauten lassen, mit Facebook, jetzt in „Meta“ umbenannt, tief ins Metaversum eintauchen. Die Entwicklung geht rasant vor sich. Wie Facebook in einigen Jahren aussehen wird, wer zu den Nutzern gehört oder ob es vielleicht etwas ganz anderes geben wird, kann heute noch niemand mit Sicherheit sagen.

PM

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