Gerade einmal ein Jahr ist vergangen, seit der DRK-Kreisverband zum Spatenstich zur neuen Notarztwache im Göppinger Westen eingeladen hatte. Jetzt wurde sie mit zahlreichen Gästen eingeweiht.
Nicht nur die Sonne strahlte am Donnerstagnachmittag, als Peter Hofelich zahlreiche Gäste von Partner*innen, aus den Verwaltungen und politischen Gremien und nicht zuletzt aus den Reihen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden des DRK-Kreisverbandes zu der kleinen Feierstunde begrüßen konnte. Zwischen dem Göppinger Klinikum Christophsbad und dem Schulzentrum Öde gelegen, wird eine neue Notarztwache nämlich dazu beitragen, dass die Notfallversorgung gerade im Göppinger Westen und im unteren Filstal noch schneller erfolgen kann. Der Präsident des DRK-Kreisverbandes erinnerte daran, dass seit dem Spatenstich gerade einmal ein Jahr vergangen war. Ein Gutachten zum Rettungsdienst im
Landkreis hatte vor vier Jahren ergeben, dass im Westen Göppingens ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert werden sollte. So könnten die Menschen im westlichen Stadt- und Kreisgebiet in Notfällen schneller versorgt werden. „In der Christophsbad-Allee wurde gemeinsam mit dem Klinikum Christophsbad ein idealer Standort gefunden.“ Auf dem zunächst bereits im Dezember 2023 eine Interimswache eingerichtet worden war.
„Wir sind, gemeinsam mit den Planern und Bauunternehmen stolz darauf, dass das Bauwerk in Rekordzeit realisiert werden konnte. Nicht nur der Zeitplan, sondern auch der Finanzplan hatten eingehalten werden können.“ Rund 1,4 Millionen Euro hatte der Kreisverband investiert – und war ein Risiko eingegangen, als er mit dem Bau begann, obwohl das Land noch keine Förderzusage gemacht hatte. Dank des „Sondervermögens“ des Bundes habe das Projekt dann doch kurzfristig berücksichtigt werden können. „Erste Fördermittel sind ausbezahlt.“
Die neue Wache – sie ist täglich von acht bis 20 Uhr mit einem Notarzt und Notfallsanitäter*innen besetzt – bietet nun auf knapp 250 Quadratmetern ausreichend Raum und „attraktive Arbeitsplätze für unsere Mitarbeitenden“.
In seinem Grußwort verwies Ronny Biehle, Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils auf die zahlreichen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Er betonte das gute Miteinander im Bereichsausschuss für das Rettungswesen, in dem die Entscheidung für den Bau der Notarztrettungswache gefallen war.
Klaus Pavel, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg ging auf die veränderte Kliniklandschaft ein. Und zeigte sich überzeugt: „Die Entfernungen werden noch größer werden.“ Und auch die Ärztedichte werde nachlassen. Darauf gelte es zu reagieren. Der DRK-Kreisverband Göppingen sei „einer der ersten Kreisverbände im Land“ gewesen, der „über die künftigen Strukturen des Rettungsdienstes nachgedacht“ habe. Denn: „Es ist klug, in das Gesundheitswesen zu investieren.
„Dieser Tag markiert einen bedeutenden Meilenstein. Wir als Verpächter sind stolz darauf, dazu einen Beitrag leisten zu können“, betonte Oliver Stockinger vom Klinikum Christophsbad. Er bezeichnete den Standort mit seiner unmittelbaren Nähe zur B 10 als „ideal“. Er sei ausgesucht worden unter den Aspekten der strategischen Weitsicht, verbunden mit maximaler Funktionalität.
Weit über 6 000 Mal im Jahr werden Notärzt*innen zu Einsätzen gerufen. „Von hier aus sind sie fünf Minuten schneller im unteren Filstal als vom Eichert aus“, betonte Dr. Ingo Hüttner, Geschäftsführer des Alb Fils Klinikums. Die Rettungswache trage zur „soliden Versorgung im Landkreis“ bei.
Renate Liebrich vom gleichnamigen Architekturbürobetonte die ökologischen Aspekte, die berücksichtigt worden waren. Zu ihnen zählt eine Photovoltaik-Anlage mit angeschlossener Wärmepumpe ebenso wie ein begrüntes Dach. Die funktionalen Innenräume seien nicht nur praktisch. Sie strahlen auch eine wohltuende Atmosphäre aus. Sie überreichte Hannah Roder, der Leiterin der DRK-Rettungswache Göppingen symbolisch den Schlüssel – der heute freilich ein überdimensionaler Transponder ist!
Peter Hofelich verwies auf die weiteren Vorhaben des DRK-Kreisverbandes. Die Container der Interimswache werden nach Schnittlingen gebracht, wo sie weiterhin vom DRK für eine neue Interimswache genutzt werden. In Bartenbach ist das Ende der vorläufigen Containerlösung in Sicht. Noch in diesem Jahr werde mit dem Bau einer neuen Rettungswache begonnen.
PM DRK Kreisverband Göppingen