7 Prozent mehr Strom aus Kernenergie im Jahr 2014

In Baden‑Württemberg wurden 2014 in den Kraftwerken der Energieversorger brutto 47,3 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom erzeugt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren dies 5 Prozent weniger als im Jahr 2013. Während die Stromerzeugung aus Kernenergie um 7 Prozent auf 21,6 Mrd. kWh anstieg, sank die Erzeugung aus Steinkohle gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf insgesamt 16,6 Mrd kWh.

Erzeugung AtomkraftDamit erreichte die Stromerzeugung aus Steinkohle wieder das Niveau aus dem Jahr 2012, nachdem sie 2013 um 20 Prozent angestiegen war. Witterungsbedingt produzierten die Laufwasser- und Speicherwasserkraftwerke mit 4,0 Mrd. kWh etwa 15 Prozent weniger Strom. Auch die Stromerzeugung in den Erdgaskraftwerken der Energieversorger ging 2014 um 11 Prozent auf rund 1,3 Mrd. kWh zurück. Eine Zunahme um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigte sich 2014 bei der Stromerzeugung aus Biomasse (Holz, biogener Abfall, Biogas u.a.). Insgesamt wurden aus Biomasse 1,4 Mrd. kWh Strom erzeugt.

Der Beitrag der von Energieversorgern in Baden‑Württemberg betriebenen größeren Kraftwerke (siehe Hinweis) an der Stromerzeugung im Land liegt insgesamt bei rund 80 Prozent, variiert aber deutlich nach eingesetztem Energieträger. So entfiel im Jahr 2013 mehr als 99 Prozent der Stromerzeugung aus Steinkohle auf die großen Kraftwerke der Energieversorger. Bei der Wasserkraft waren es rund 84 Prozent. Geringer war ihr Beitrag hingegen bei Erdgas (41 Prozent) und Biomasse (28 Prozent).

 

Bruttostromerzeugung in den Kraftwerken der Energieversorger in Baden-Württemberg seit 2005 nach Energieträgern*)
Jahr Bruttostromerzeugung
insgesamt
darunter
Kernenergie Steinkohle Erdgas Wasserkraft1) Biomasse2)
Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh)
*) Nur Kraftwerke der allgemeinen Versorgung mit einer Engpassleistung von im Allgemeinen 1 MWel und darüber. Ab 2011 ohne Windkraft und Photovoltaik. Nicht einbezogen sind Energieversorger, die ausschließlich kleineren Anlagen betreiben, Industriekraftwerke sowie Kleinanlagen von gewerblichen oder privaten Betreibern.

1) Lauf- und Speicherwasserkraftwerke einschließlich natürlichen Zufluss aus Pumpspeicherwasserkraftwerken.

2) Biogas, feste und flüssige biogene Stoffe, Klärschlamm, Abfall biogen (bis 2009 wurden 60% und ab 2010 noch 50% der Stromerzeugung aus Abfall als erneuerbare Energie angesehen).

2005 66,9 36,4 20,7 2,9 4,1 0,4
2006 67,3 37,0 20,6 2,4 4,3 0,6
2007 65,7 35,4 20,0 2,9 4,3 0,7
2008 60,2 33,4 17,8 2,8 3,9 0,7
2009 58,1 34,4 15,0 2,3 3,7 0,7
2010 57,2 31,7 16,1 2,3 4,2 0,7
2011 50,0 25,8 15,2 2,1 3,7 0,8
2012 47,5 21,9 16,6 1,4 4,6 0,7
2013 49,7 20,1 19,9 1,4 4,7 1,2
2014 47,3 21,6 16,6 1,3 4,0 1,4
Veränderung zum Vorjahr in %
2006 +1 +2 −1 −18 +5 +50
2007 −2 −4 −3 +21 +1 +24
2008 −8 −6 −11 −3 −11 +1
2009 −3 +3 −16 −18 −5 −3
2010 −2 −8 +7 −3 +14 −0
2011 −13 −18 −5 −8 −12 +13
2012 −5 −15 +9 −35 +26 −9
2013 +5 −8 +20 +4 +1 +69
2014 −5 +7 −17 −11 −15 +14

© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2015

 

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