Die Sauerstoffgehalte in Bächen, Flüsse und Seen fallen aufgrund der Hitze und wenig Niederschlag ab. Das kann für Fische und andere aquatische Lebewesen lebensbedrohlich sein.

Kurzfristige Schutzmaßnahmen
Kurzfristige Schutzmaßnahmen sind in der derzeitigen Wetterlage nur bedingt möglich und wirkungsvoll. Fischzuchtbetriebe können zum Beispiel die Fütterung der Fische anpassen, ihre Anlagen beschatten und bei Wasserknappheit das Anlagenwasser mittels Teilkreislaufanlagen mehrfach nutzen.
„Schon heute können unsere heimischen Fischzüchter für die Überdachung ihrer Anlagen und den Bau von Teilkreislaufanlagen zur Mehrfachnutzung des Anlagenwassers eine Förderung beim Land beantragen“, betonte Staatssekretärin Sarah Schweizer. Zudem seien mittel- bis langfristig weitere Strategien zu entwickeln, um das Risiko für die Fischbestände, die Fischerei und die heimische Fischproduktion zu reduzieren.
„Umso wichtiger ist es, die Empfehlungen der Landratsämter zur Wassernutzung bei Niedrigwasser zu beachten. Im Fall einer akuten Zuspitzung der Situation an einzelnen Gewässern sollten die betroffenen Kommunen Kontakt mit der zuständigen Fischereibehörde aufnehmen. Ebenso sollten Badegäste nur mit Umsicht ins Wasser gehen, um die Ökosysteme nicht unnötig zusätzlich zu belasten. Beim Baden in Flüssen, Bächen und Seen können die Wasserbewohner überdies gestresst werden. Dies gilt vor allem bei sehr hohen Temperaturen, wenn die für sie extra geschaffenen Kaltwasserpools in den Gewässern durch Badegäste belegt sind. Hier können wir alle mit etwas mehr Rücksicht einen Beitrag leisten, um die Fluss-, Bach und Seebewohner bei hohen Temperaturen zu entlasten“, sagte Staatssekretärin Sarah Schweizer. Um unsere Gewässer langfristig wirkungsvoll resilienter zu machen, müsse man sich langfristig verstärkt um die natürliche Beschattung entlang der Bäche und Flüsse bemühen.
Zuständig für den Zustand der Gewässer und das Niedrigwassermanagement ist die Umweltverwaltung.