Kommentar zu deutschem Managementversagen

Es ist doch verwunderlich, deutsche Unternehmen mit deutschen Management wandern ins Ausland ab, weil es dort ja so viel besser ist. Alles ist billiger! Das ist das Argument. Aber die Nachteile wie Imageverlust (Made in Germany) Qualitätsverlust und den Abbau der Arbeitsplätze in Deutschland und damit auch den Verlust von Kaufkraft in Deutschland, nimmt man in Kauf. 

Dagegen gibt es dann internationale Konzerne, die in deutsche Firmen investieren und hier Arbeitsplätze schaffen. Für diese Konzerne scheint Deutschland ein guter, sprich lukrativer, Standort zu sein.

Ein Beispiel:

Der deutsche Autobauer, der einmal an Tesla beteiligt war, ist die Daimler AG. Die Beteiligung betrug 9,1 % und bestand von 2009 bis 2014. Daimler investierte in Tesla, um seine Elektrofahrzeugentwicklung zu unterstützen, verkaufte jedoch später seine Anteile, um sich auf eigene Elektrofahrzeugprojekte zu konzentrieren. Was ist der Stand heute? Tesla vergrößert sein Werk in Brandenburg Jahr für Jahr, sucht jetzt wieder 1000 neue MitarbeiterInnen. Tesla verdient Milliarden!

Und die Daimler AG? Raus aus den Verbrennern, zurück zu den Verbrennern. Kein Ziel, kein Kurs, kein Weg. Nur verbrannte Milliarden an Entwicklungsgeldern. Daimler kämpft mit sinkenden Absatzzahlen, mit sinkenden Gewinnen. Von „guten Elektroautos“  keine Spur. Die bauen andere, Tesla, Chinesen. Auch in Deutschland. Daimler verlagert derweil nach China. Rückkehr sicher erst, wenn der CEO ein Chinese ist.

Noch eine Frage zum Schluss: was würde Daimler wohl heute verdienen, wenn sie die Beteiligung an Tesla behalten hätten?

Joachim Abel

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