Groß- und Außenhandel Baden-Württemberg: Kein neues Angebot in dritter Verhandlungsrunde

Auch in der dritten Verhandlungsrunde für die rund 190.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel haben die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorgelegt. Die ver.di-Verhandlungskommission hat dieses Verhalten kritisiert. Am 10. Juli wird in vierter Runde weiterverhandelt.

Das in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot war aus Sicht von ver.di völlig unzureichend. Vorgesehen sind 1,8 Prozent im Jahr 2026, wirksam im Folgemonat nach einem Tarifabschluss, sowie 1,6 Prozent ab dem 1. Mai 2027. Für Auszubildende sollen dieselben Erhöhungen ab dem 1. September 2026 und 1. September 2027 gelten – bei einer Laufzeit von 24 Monaten. ver.di hatte dieses Angebot als Reallohnverlust zurückgewiesen.

Dass die Arbeitgeber heute nicht bereit waren, ihr unzureichendes Angebot nachzubessern, ist aus Sicht der ver.di-Verhandlungskommission nicht hilfreich, um zu einem schnellen Abschluss zu kommen. Die Arbeitgeber verzögern damit einen Tarifabschluss, der die Kaufkraft sichert und die Leistung der Beschäftigten angemessen anerkennt.

ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger erklärt:
„Dass die Arbeitgeber nach drei Verhandlungsrunden noch immer kein verbessertes Angebot vorlegen, ist nicht akzeptabel. Wer bei der aktuellen wirtschaftlichen Belastung der Beschäftigten die Tarifrunde verzögert, verursacht eine Verschärfung des Tarifkonfliktes.“

Ver.di wird nun den Druck in den Betrieben deutlich erhöhen. Warnstreiks werden vorbereitet und in den kommenden Tagen organisiert.

ver.di fordert in der Tarifrunde 2026:

  • 7 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens 250 Euro
  • ein rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 Euro pro Stunde
  • 150 Euro mehr für Auszubildende
  • Laufzeit: 12 Monate

Die nächste Verhandlung findet in vierter Runde am 10. Juli statt, ein Verhandlungsort steht noch nicht fest.

 

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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