Netzwerktreffen der Stadtwerke Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH – Pipeline-Bau und Gesamtprojekt im Fokus
Mit dem Bau der H2 GeNeSiS-Pipeline und dem Fortschritt des Gesamtprojektes Green Hydrogen Hub Stuttgart nimmt die Wasserstoffwirtschaft in der Region Stuttgart weiter Gestalt an. Auf einer Länge von über vier Kilometern wird derzeit entlang des Neckars eine Leitung gebaut, über die Grüner Wasserstoff künftig vom Produktionsstandort zu den Abnehmern transportiert werden kann. Die Bauarbeiten laufen parallel in den Stuttgarter Stadtbezirken Wangen, Hedelfingen und Ost. Das Verlegen der Leitungen soll innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Anlässlich der Woche des Wasserstoffs haben die Stadtwerke Stuttgart (SWS) und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) gemeinsam mit ihren Partnern jetzt Einblicke in den aktuellen Stand zur Pipeline und die nächsten Schritte des Gesamtprojekts gegeben.
Pipeline verzahnt Produktion und Anwendung
„Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Stuttgart gewinnt spürbar an Dynamik. Mit der H2 GeNeSiS-Pipeline schaffen wir eine zentrale Infrastruktur, die Produktion und Anwendung eng miteinander verzahnt und die Region für das Gelingen der Energiewende nachhaltig stärkt“, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart.
„H2 GeNeSiS und der gesamte Green Hydrogen Hub setzen nicht nur entscheidende Impulse für die klimagerechte Transformation unseres Wirtschaftsstandortes, sie stärken auch dessen zukunftsfähige Position im internationalen Wettbewerb“, sagt Michael Kaiser, Geschäftsführer der WRS. Der Green Hydrogen Hub Stuttgart und das Projekt H2 GeNeSiS werden mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), durch das Land Baden-Württemberg und vom Verband Region Stuttgart gefördert. Entsprechend hat Gastrednerin Anna-Lena Zademach-Schwierz, Deputy Head of Unit, Directorate-General for Regional and Urban Policy der Europäischen Kommission, in ihrem Grußwort wichtige Aspekte zur europäischen Förderperspektive betont.
Wasserstoff-Produktion stärkt Wettbewerbsfähigkeit der Region Stuttgart
Am Verbundprojekt H2 GeNeSiS sind neben den Stadtwerken Stuttgart und der WRS auch die Stadtwerke Esslingen, das Steinbeis-Innovationszentrum sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung beteiligt. H2 GeNeSiS verbindet die Erzeugung von Grünem Wasserstoff im Hub im Stuttgarter Hafen mit industriellen und mobilitätsbezogenen Anwendungen und schafft damit die Voraussetzung für eine integrierte Wasserstoffwirtschaft in der Region Stuttgart. Zudem ist die Pipeline zentraler Bestandteil des Gesamtprojekts Green Hydrogen Hub Stuttgart. Mit dem Spatenstich im April 2025 wurde der Bau der ersten großen Erzeugungsanlage für Grünen Wasserstoff in der Region im Stuttgarter Hafen gestartet. Im Hub wird künftig aus erneuerbarem Strom – insbesondere aus Wind- und Solarenergie – hochreiner Grüner Wasserstoff erzeugt. Im Endausbau kann die Anlage bis zu 1.200 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Der erzeugte Wasserstoff wird über die Pipeline oder per Lkw zu verschiedenen Abnehmern transportiert. Somit vereint das Gesamtvorhaben Erzeugung, Verteilung und Anwendung. Einsatzmöglichkeiten des höchsten qualitativen Standards genügenden, RFNBO-zertifizierten Wasserstoffs bestehen insbesondere in der Industrie sowie im Schwerlastverkehr.
Über die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)
Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) versteht sich als zentrale Ansprechpartnerin für Unternehmen in der Stadt Stuttgart und den fünf umliegenden Landkreisen. Mit ihrer Arbeit macht die WRS die Qualitäten der Region Stuttgart bekannt und fördert mit zahlreichen Projekten und Angeboten die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes. Die WRS wurde im Jahr 1995 gegründet. Als Tochter des Verband Region Stuttgart und mit weiteren Gesellschaftern ist sie ein öffentlich getragenes Unternehmen.
PM Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH