Handwerkskammer belohnt exzellente Ausbildung – Unternehmen erhalten Elektroauto für ein Jahr

Wegen ihrer Vorbildfunktion in Sachen Ausbildung werden sechs Handwerksbetriebe mit dem Ausbildungspreis der Stuttgarter Handwerkskammer ausgezeichnet. „Die Unternehmen bestechen durch eine herausragende Qualität und langjährigen Einsatz für die Ausbildung“, begründet Hauptgeschäftsführer Peter Friedrich die Auswahl der Betriebe. Der Preis geht jeweils in alle sechs Landkreise in der Region Stuttgart. Bei den kommenden Lossprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaften werden die Ausbildungspreise und die Elektroautos überreicht. Die mit dem Firmenlogo gebrandeten Fahrzeuge dürfen die Betriebe ein Jahr lang kostenfrei nutzen.

Jahr für Jahr bilden viele Handwerksbetriebe in der Region Stuttgart Azubis aus, begleiten sie auf dem manchmal steinigen Weg durch ihre Ausbildung und setzen sich damit nachhaltig für die Fachkräftesicherung sowie die stabile Qualität im Handwerk ein. „Als Anerkennung für herausragende Leistungen in diesem Bereich verleihen wir unseren Ausbildungspreis,“ betont der Kammerchef. „Mit diesem Preis möchten wir besonders auch die Menschen wertschätzen, die in den Ausbildungsbetrieben oft hinter den Kulissen für eine gute Ausbildung arbeiten. Sie nutzen innovative Ausbildungselemente, engagieren sich ehrenamtlich, unterstützen besonders benachteiligte Jugendliche oder schaffen Ausbildungsplätze für junge Menschen mit einer Behinderung oder einem Migrations- und Flüchtlingshintergrund.“

„Die Beweggründe für die Ausbildung junger Menschen liegen in der Zukunftssicherung des Unternehmens und des Berufes. Denn dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel ist mit einer fundierten Ausbildung des eigenen Nachwuchses am besten entgegen zu treten“, betont Peter Friedrich. Das Handwerk setze ganz klar auf gute Ausbildung – weil das nun mal die beste Fachkräftepolitik sei. Damit sei gerade die Qualifikation ein idealer Startblock für Leistung und Erfolg. „Die Zukunft unserer Betriebe wird nicht nur davon abhängen, ob wir Aufträge generieren können, sondern mit welchem gut ausgebildeten Personal wir diese Aufträge abarbeiten können.“

Ein besonderer Aspekt fiel der Jury bei vielen Ausbildungsbetrieben sehr positiv auf. „Es lohnt sich, sich über den Ausbildungsplan hinaus umfassender um Azubis zu kümmern. Ebenso ist für viele das Engagement für Lernschwächere, für Menschen mit Handicap oder mit Migrationshintergrund tatsächlich Alltagsgeschäft“, so Kammerchef Peter Friedrich. Im Handwerk sei für alle Platz – es würden Mitarbeiter mit allen Schularten und Kenntnissen gebraucht. Da Mitarbeiter auf dem klassischen Weg nur noch schwer zu rekrutieren sind, wird auch Schulabsolventen eine Chance geboten, deren Voraussetzungen vielleicht formal nicht optimal sind, die sich nach der Erfahrung der Preisträger mit etwas Unterstützung aber als hoch motivierte und gute Nachwuchskräfte erweisen. So sind auch Teilzeitausbildungen oder beispielsweise die Beschäftigung junger Menschen mit Sprachbehinderungen an der Tagesordnung. „Diese soziale Komponente, den Schwächeren die Zeit zu schenken, um sie für Prüfungen und damit fürs Leben fit zu machen, ist nicht alltäglich und muss einfach gewürdigt werden“, weiß Friedrich. Besonders erfreulich sei bereits jetzt das Engagement von Betrieben, trotz aller bürokratischen Hürden Flüchtlinge in eine Ausbildung zu bringen und gemeinsam die Sprach- und Prüfungsbarriere anzugehen.

Die Jury überzeugt vor allem eines: besonderer Einsatz für die Ausbildung im Handwerk. Dabei spielen unter anderem die Zahl der Ausgebildeten eine Rolle, oder auch, wenn das Lehrverhältnis unter erschwerten Voraussetzungen zustande gekommen ist. Außerdem bewertet die Jury die Erfolge von Azubis beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks und zusätzliche Förderangebote für die Lehrlinge. Um die Vielfalt der beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu repräsentieren, wählt die Jury nicht nur aus allen sechs Landkreisen einen Preisträger aus, sondern achtet darauf, möglichst verschiedene Berufsgruppen des Handwerks abzubilden.

Die Preisträger 2022:

Landkreis Böblingen:

Hald & Grunewald GmbH, 71083 Herrenberg, www.hald-grunewald.de, Ausbildung im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk,

Landkreis Esslingen:

Besemer Ausbau und Fassade GmbH, 72664 Kohlberg, www.besemer-ausbau-fassade.de, Ausbildung im Stuckateur-Handwerk

Landkreis Göppingen:

Stahlbau Nägele GmbH, 73054 Eislingen, www.stahlbau-naegele.de, Ausbildung im Metallbauer-Handwerk

Landkreis Ludwigsburg:

Königherz GmbH, 71711 Steinheim, www.polsterei-koenigherz.com, Ausbildung im Sattler-Handwerk

Rems-Murr-Kreis:

Jung Hebe- und Transporttechnik GmbH, 71334 Waiblingen, www.jung-hebetechnik.de, Ausbildung im Feinwerkmechaniker-Handwerk

Stadtkreis Stuttgart:

KOPF GmbH, 70197 Stuttgart, Schreinerei, www.kopf.de, Ausbildung im Schreiner-Handwerk

Bildunterschrift: Mit dem von der Handwerkskammer für ein Jahr zur Verfügung gestellten Elektrofahrzeug bringen die Preisträger das Thema Ausbildung auf die Straße. Die Hinweise am Fahrzeug sind nicht zu übersehen. Foto: Handwerkskammer Region Stuttgart

Die Termine:

Die Preise werden im Rahmen der Lossprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaften im festliche Rahmen vergeben:

Böblingen: 24. Oktober 2022, 18:30 Uhr, Stadthalle Leonberg

Esslingen: 15. September 2022, 19 Uhr, Quadrium Wernau

Göppingen: 20. September 2022, 19 Uhr, Uditorium Uhingen

Ludwigsburg: 22. September 2022, 19 Uhr, Forum am Schloss

Rems-Murr-Kreis: 26. September 2022, 19 Uhr Bürgerzentrum Waiblingen

Stadtkreis Stuttgart: 27. September 2022, 19 Uhr SpOrt Stuttgart

Weitere Infos: www.hwk-stuttgart.de/ausbildungspreis

Bildunterschrift: Mit dem von der Handwerkskammer für ein Jahr zur Verfügung gestellten Elektrofahrzeug bringen die Preisträger das Thema Ausbildung auf die Straße. Die Hinweise am Fahrzeug sind nicht zu übersehen. Foto: Handwerkskammer Region Stuttgart

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