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Erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Diabetes – eine Geisel der Menschheit

Vor dem Kreisseniorenrat hat der Facharzt Dr. Haspel von den Alb-Fils-Kliniken auf die enormen Dimensionen, die die weit verbreitete Erkrankung Diabetes mellitus zu verzeichnen hat, hingewiesen. Sechs bis acht Millionen Deutsche sind an Diabetes mellitus erkrankt. Folge sind häufig Schlaganfälle oder Amputationen sowie dauerhafte Dialyse.

Die Krankheit liegt vor, wenn vorübergehend oder andauernd erhöhte Blutzuckerwerte festgestellt werden. Die Hauptursache sei eine ungenügende Insulin-Freisetzung oder Insulinwirkung. Die Zuckerkrankheit trete in den Weltregionen in unterschiedicher Verbreitung auf, besonders häufig in Asien und Südamerika. Die Störungen im Regel-kreis des menschlichen Körpers können erbliche oder zellbedingte Ursachen haben, so Dr. Haspel.

„Zu den Daten und Fakten gehört, dass in Deutschland mehr als 6 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sind“, zeigte Dr. Haspel die Dimensionen auf. Jeden Tag gäbe es fast 1000 Neuerkrankungen. „Der Typ 2-Diabetes wird im Schnitt 8 bis 10 Jahre zu spät diagnostiziert“, brachte es Dr. Haspel auf den Punkt. Bei einer Diabetes-Erkrankung erhöhe sich das Schlaganfall-Risiko um das Doppelte bis Dreifache. Pro Jahr müssten laut Gesundheitsstatistik an Diabetes-Patienten 40000  Amputationen vorgenommen werden. 2000 Menschen pro Jahr würden erblinden und weitere 2000 Patienten müssten dauerhaft zur Dialyse. Pro Jahr, so Dr. Haspel, wurde ermittelt, dass durch Diabetes im Gesundheitswesen mindestens 48 Milliarden Euro an Kosten entstehen.

Die Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauferkrankungen ist abhängig vom Blutzucker-wert, so Dr.Haspel.  yaspelHHHHHähhhhhh        „Dieser sollte regelmäßig gemessen werden“, lautete eine zentrale Empfehlung des Experten. Zur Sprache brachte Dr. Haspel mehrere Risikofaktoren für Diabetes: das Alter, etwaiges Übergewicht, eine Fettstoffwechselstörung, aber auch häufiger Bluthochdruck können Ursache  für das Auftreten der Erkrankung sein. „Bei Männern spielt der Nikotin- und Alkoholkonsum, bei Frauen vom Normalfall abweichende Harnsäure und Bewegungsmangel eine große Rolle“, schilderte der  Referent.  Zu den Risikofaktoren gehören auch etwa vorhandene familiäre Belastungen oder Bewegungsmangel, aber auch Medikamente, die den Glukose-Stoffwechsel ver-schlechtern.

Zusammenfasssend sagte Dr. Haspel, dass „man sich wohl oder übel als Diabetes-Patient von eingeschliffenen Gewohnheiten verabschieden und eine Lebens-stiländerung vornehmen muss. Im Rahmen der Prävention kann eine Abmilderung des Diabetes-Verlaufs, eine Verhinderung oder Reduzierung der Insulin-Resistenz gelingen. „Eine absolute Heilbarkeit des Diabetes ist aus Sicht von Herrn Dr. Haspel jedoch nicht möglich“, lautete seine Antwort auf eine Frage aus dem Publikum.

Er gab abschließend dem Kreisseniorenrat 11 gutgemeinte Ratschläge auf den Weg:

  1. bauen Sie Ihr Übergewicht ab;
  2. bewegen Sie sich täglich mindestens 30 Minuten;
  3. achten Sie auf Ihre Ernährung;
  4. meiden Sie versteckte Fette;
  5. verzichten Sie auf Softdrinks;
  6. vertrauen Sie auf die Kraft der braunen Bohne (Kaffee in Maßen hilft);
  7. trinken Sie alkoholische Getränke nur in geringer Menge;
  8. sagen Sie dem Glimmstengel „ade“;
  9. halten Sie den Blutdruck auf einem normalen Wert (vom Arzt bestimmen lassen);
  10. schlafen Sie ausreichend und
  11. sorgen Sie für mehr Ruhe und Gelassenheit durch Entspannung.

 

PM Kreisseniorenrat Göppingen

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