„Wir brauchen eine Kultur des Hinschauens“ so das Kredo des Erziehers Tim Schindler

Tim Schindler absolvierte seine Ausbildung zum Erzieher an der Fachschule für Sozialpädagogik der Justus-von-Liebig-Schule in Göppingen. Am Donnerstag, den 21. April hat er sich Zeit genommen und einen Vortrag über das Leben von Kindern und Jugendlichen in Brennpunkten gehalten.

JVS SchuelerProfessor Hans-Jochen Wagner, der Tim Schindler während seiner Ausbildung unterrichtet hat, organisierte den Vortrag, der Schüler/innen der Fachschule für Sozialpädagogik, des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums sowie für Interessierte angeboten wurde.

Kinderarmut, ein Thema das man weniger mit Deutschland, als mit Entwicklungsländern verbindet, ist eine Herzensangelegenheit von Tim Schindler. Seit sieben Jahren arbeitet er bereits in der offenen Kinder und Jugendhilfe und hat es sich zur Aufgabe gemacht, da hinzuschauen, wo andere wegschauen. Konkret bedeutet das, dass er sein Engagement und seine berufliche Leidenschaft den Kindern und Jugendlichen entgegenbringt, die in der Gesellschaft benachteiligt sind. Seiner Meinung nach, hat Kinderarmut viele Gesichter. Tim Schindler ist es wichtig, dass der Blick für die Not der Kinder offen bleibe, denn nur so können Hilferufe überhaupt erkannt werden. Sein berufliches Engagement hat er bereits in Geislingen an der Steige, Göppingen, Hamburg, New York und in Rumänien eingebracht. Zahlreiche bewegende Schicksale konnte Tim Schindler als Pädagoge begleiten und hat den Zuhörern ein Repertoire an erlebten Erfahrungen vorgestellt. Die Teilnehmer waren zum einen fasziniert von der Persönlichkeit und der Lebensfreude, die der Pädagoge ausstrahlt, obwohl er in seinen jungen Jahren viele unschöne Dinge erfahren und erleben musste. Zum anderen waren sie betroffen, wie viel Leid und Elend auch in dem reichen Industrieland Deutschland herrscht. Momentan arbeitet der sympathische und charismatische Tim Schindler in Hamburg, wo er seit zwei Monaten eine leitende Position im Verein „die Stadtinsel“ hat, der sich zu 100% aus Spenden finanziert. Zuvor arbeitete Tim Schindler zwei Jahren in der New Yorker Bronx. Diese verließ er, weil er das Gefühl hatte, in seiner Heimat Deutschland gibt es Handlungsbedarf und ebenso viel Not und Elend wie in der Bronx.

Auf die Frage hin, was ihn antreibe, sein Engagement den Benachteiligten zu widmen, obwohl es nicht immer erfolgsversprechend sei,

antwortete er, dass jedes Lächeln eines Kindes und Jugendlichen und die Hoffnung, etwas bewegen und verändern zu können, ihm die nötige Motivation gebe.

Foto: Prof. Hans Wagner mit seinem ehemaligen Schüler Tim Schindler

 

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