Nach einer langen Suche gibt es gute Nachrichten für die offene Jugendarbeit und das Gemeindearchiv in Salach: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 30. Juni 2026 einstimmig den Umzug des Jugendraums
in das Vereinshaus in der Weberstraße beschlossen. Gleichzeitig erhält auch das Gemeindearchiv eine neue Heimat.
Die Räumlichkeiten des bisherigen Jugendraums in der Palmstraße waren aufgrund der dort bestehenden Feuchtigkeitsverhältnisse langfristig nicht für eine dauerhafte Nutzung geeignet. Deshalb wurde bereits seit längerer Zeit nach einem besser geeigneten Standort für den Jugendraum gesucht.
Ursprünglich war vorgesehen, im geplanten Gemeinschaftszentrum auf den Krautländern einen neuen Jugendraum einzurichten. Nachdem dieses Projekt jedoch nicht realisiert werden konnte, musste eine
alternative Lösung gefunden werden. Gemeinsam machten sich Fachbereichsleiterin für Familien und Soziales Mona Fauser und Jugendbeauftragte Victoria Jopp intensiv auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.
„Wir haben in Salach praktisch jeden Stein umgedreht“, beschreibt Mona Fauser die schwierige Suche.
Im Herbst 2025 folgte schließlich die Hiobsbotschaft: Die bisherigen Räume in der Palmstraße konnten wegen Schimmelbefalls nicht länger genutzt werden. Für die Jugendlichen wurde zunächst eine Interimslösung im Foyer der Staufeneckhalle geschaffen. Doch auch diese erwies sich als nur von kurzer Dauer. Nach einem Wassereintritt im Januar 2026 wurde die Staufeneckhalle erheblich beschädigt, sodass auch das Foyer nicht mehr zur Verfügung stand.
Die Suche nach einer dauerhaften Lösung gestaltete sich weiterhin schwierig. „Mehrfach schien eine Lösung in Sicht, doch dann zerschlug sich alles wieder“, erklärte Mona Fauser in der Gemeinderatssitzung. „Für die Jugendlichen war das besonders belastend, weil es immer wieder Enttäuschungen gab“, ergänzte Victoria Jopp
Nun ist das Ziel endlich erreicht: Nach kleineren baulichen Maßnahmen in den Sommerferien kann der Jugendraum in das Vereinshaus in der Weberstraße umziehen. Dort soll der reguläre Betrieb nach den
Sommerferien wieder aufgenommen werden. Geöffnet sein wird der Jugendraum künftig jeweils donnerstags am Nachmittag. Das bestehende Angebot der offenen Jugendarbeit mit Victoria Jopp im SMV-Raum der Staufeneckschule bleibt weiterhin dienstags von 13 bis 14 Uhr bestehen.
„Ich freue mich sehr, dass wir nun eine langfristige Lösung für die offene Jugendarbeit gefunden haben. Mit den neuen Räumlichkeiten schaffen wir einen Ort, an dem sich die Jugendlichen treffen und ihre Freizeit gemeinsam gestalten können“, freut sich Jugendbeauftragte Victoria Jopp.
Möglich wird der Einzug durch den Umzug des Arbeitskreises Ortsgeschichte, der die Räume bislang genutzt hat. Der Arbeitskreis kann künftig das neue Gemeindearchiv als Stützpunkt nutzen. Auch für das Gemeindearchiv bedeutet dies einen wichtigen Neuanfang. Nachdem die bisherigen Archivräume im Keller der Staufeneckschule infolge des Starkregens im Jahr 2024 durch einen Wassereintritt beschädigt worden waren, mussten die Archivbestände aufwendig professionell getrocknet und gereinigt werden. Seitdem lagern sie in Kisten verpackt im Kreisarchiv auf Schloss Filseck.
Nun konnte auch hierfür eine dauerhafte Lösung vorgestellt werden: Das Gemeindearchiv wird künftig im Untergeschoss des Gebäudes Schulstraße 11 untergebracht und befindet sich damit in unmittelbarer
Nachbarschaft zum Rathaus.
Auch Bürgermeister Dennis Eberle zeigt sich erfreut über die gefundene Lösung: „Mit dem Vereinshaus erhält der Jugendraum einen zentral gelegenen Standort im Eigentum der Gemeinde und damit sehr gute
Voraussetzungen für die zukünftige Arbeit. Gleichzeitig schaffen wir mit dem neuen Gemeindearchiv eine langfristige Perspektive für unsere Ortsgeschichte. Mein besonderer Dank gilt dem Arbeitskreis Ortsgeschichte für seine Bereitschaft, diesen gemeinsamen Weg mitzugehen.“
Für die CDU-Fraktion ist es sehr wichtig, dass nun endlich eine längerfristige Lösung für die offene Jugendarbeit in Salach gefunden wurde. Nach den vielen Übergangslösungen und Rückschlägen der
vergangenen Monate ist es ein gutes und wichtiges Signal, dass die Jugendlichen künftig wieder einen festen Treffpunkt haben. Besonders freut sich die CDU-Fraktion darüber, dass die Jugendlichen ihren neuen Raum selbst mit renovieren und gestalten wollen. Das zeigt, wie wichtig ihnen dieser Ort ist – und dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Genau dieses Engagement verdient Unterstützung, denn es stärkt nicht nur die Jugendarbeit, sondern auch das Miteinander in unserer Gemeinde.
Die SPD-Fraktion begrüßt, dass ihr Haushaltsantrag, Jugendräume in zentraler Lage in der Ortsmitte zu schaffen, jetzt verwirklicht wird. Andi Tramacere: „Die jetzige Lösung im ehemaligen Salacher Bürgerbuszimmer muss aber räumlich ausbaufähig sein und das Jugendreferat sollte auch auf neue jugendliche Zielgruppen zugehen. Dazu werden wir aus dem Gemeinderat weitere Anregungen machen.“
„Im Vereinshaus, gibt es Nutzer, die ihre Räume unternutzen. Wir sollten diese ansprechen, ob sie ihre Fläche noch brauchen oder ob das für erweiterte Jugendräume genutzt werden kann“, betont Alex Gaugele.
Außerdem hält der Vorsitzende des Arbeitskreises „Salacher Ortsgeschichte“ den für das Archiv gefundenen Ausweichraum augenscheinlich als geeignet.
„Wichtig ist, dass der Raum gut angenommen wird. Dazu gehört perspektivisch auch, dass draußen eine Freifläche, etwa in den Krautländern, angeboten wird“, ergänzte Sabrina Hartmann.
PM Gemeindeverwaltung Salach