Stadt Göppingen verstärkt Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner

In diesem Jahr tritt der Eichenprozessionsspinner in Göppingen besonders häufig auf. Die Stadt hat deshalb ihre Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Eindämmung des Schädlings ausgeweitet. Vor Kurzem wurde der Spielplatz an der Herbert-C.-Hoover-Straße aufgrund eines Befalls vorsorglich vorübergehend gesperrt.

Aktuell lässt die Stadt in besonders stark frequentierten Bereichen Nester des Eichenprozessionsspinners entfernen. In den kommenden Tagen betrifft dies vor allem siedlungsnahe Waldbereiche im Stauferpark sowie den Bereich der Murmelbahn. Darüber hinaus finden verstärkt Kontrollen statt, damit neue Nester frühzeitig entdeckt und beseitigt werden können. Derzeit ist eine Spezialfirma beauftragt, die die Nester in den Stadtbäumen absaugt.

Grundsätzlich ist derzeit besondere Vorsicht in der Nähe von Eichen und in Waldbereichen geboten. Das Forstamt des Landkreises Göppingen weist darauf hin, dass der Eichenprozessionsspinner nahezu ausschließlich an Eichen vorkommt. Sein Auftreten kann deshalb innerhalb des Stadtwaldes sehr unterschiedlich sein. Die Raupen bevorzugen vor allem sonnige Standorte.

Um Waldbesucher zu sensibilisieren, bringen die Forstwirte in den kommenden Tagen Hinweisschilder an den Parkplätzen Eichert, Oberholz und Bartenhöhe an.

Die Stadt Göppingen setzt beim Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner auch auf Prävention. Stadtbäume, die bereits in den vergangenen Jahren befallen waren, werden im Frühjahr vorbeugend behandelt. Bäume, die in diesem Sommer einen Befall aufweisen, sollen Anfang des kommenden Jahres in das Präventionsprogramm aufgenommen werden. Ziel ist es, den Befall langfristig zu reduzieren.

Für Waldbesucher gelten einige einfache Verhaltensregeln: Raupen und Gespinste sollten keinesfalls berührt werden. Dies gilt auch für ältere Gespinstnester. Zudem empfiehlt das Forstamt, Abstand zu sichtbaren Nestern zu halten und die Wege nicht zu verlassen. Hunde sollten in betroffenen Bereichen gegebenenfalls angeleint werden.

Ein flächendeckendes Entfernen der Raupen im Wald ist wegen der natürlichen Dynamik und der Größe der Waldflächen nicht möglich. Maßnahmen können nur an einzelnen Erholungsschwerpunkten umgesetzt werden. Das Oberholz ist nicht gesperrt und kann weiterhin betreten werden. Wie bei allen Waldbesuchen gilt das freie Betretungsrecht, das Betreten des Waldes erfolgt jedoch grundsätzlich auf eigene Gefahr.

PM Stadtverwaltung Göppingen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/lokalnachrichten/209164/stadt-goeppingen-verstaerkt-massnahmen-gegen-den-eichenprozessionsspinner/

Schreibe einen Kommentar