Verbesserungen im Stadtverkehr Göppingen Dichtere Takte und neue Linienführungen im Göppinger Busverkehr

Zum 1. Juni 2026 wird das Busangebot im Stadtverkehr Göppingen deutlich verbessert. Mit dichteren Takten, neuen Linienführungen und Angebotsausweitungen stärken der Landkreis Göppingen, die Stadt Göppingen und der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gemeinsam den Nahverkehr in der Region. Betreiber bleibt das Unternehmen Frank & Stöckle.

„Ein leistungsfähiger ÖPNV ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Mobilität im Landkreis Göppingen. Mit den Verbesserungen im Stadtverkehr schaffen wir ein deutlich attraktiveres Angebot für die Bürgerinnen und Bürger“, betont Jörg Wienecke, Amtsleiter Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Landratsamt Göppingen. Die Kassenlage sei aber weiterhin sehr angespannt. „Die Verbesserungen wurden durch Optimierungen bei den bisherigen Linienverläufen erreicht sowie durch Umschichtungen von Status-Quo-Leistungen – mehr Geld investieren wir nicht. Wir erhoffen uns so eine erhöhte Nachfrage, was am Ende auch die Einnahmenseite stärkt und so zu einer finanziellen Entlastung beitragen kann“, so Wienecke.

Oberbürgermeister Alex Maier hebt insbesondere die Verbesserungen für die Stadtteile hervor: „Das erweiterte Fahrplanangebot für Bartenbach sowie auf den beiden Stadtbuslinien zum Galgenberg sind ein wichtiger Schritt, um lange bestehende Wünsche der Stadt umzusetzen. Wir verbessern damit gezielt die Anbindung von Wohngebieten. Parallel begleiten wir diese Entwicklung perspektivisch mit der Umgestaltung und Aufwertung von Haltestellen im Stadtgebiet.“

„Wir von Frank & Stöckle freuen uns, den Stadtverkehr in Göppingen weiterhin betreiben und die Verbesserungen aktiv mit umsetzen zu können. Es ist ein großer Vorteil, wenn die Fahrerinnen und Fahrer das Verkehrsgebiet schon kennen. Wir sind zuversichtlich, dass alles gut anlaufen wird, bitten aber um Verständnis, wenn es an der einen oder anderen Stelle vielleicht noch nicht rund läuft“, so der in Hattenhofen ansässige Busunternehmer Carsten Frank.

Auch VVS-Geschäftsführer Dr. Jan Neidhardt unterstreicht die Bedeutung der Anpassung des Göppinger Stadtverkehrs: „Mit dichteren Takten und klareren Linienführungen erhöhen wir die Attraktivität des städtischen Busverkehrs.“ Neidhardt betont, wie wichtig beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die gemeinsamen Planungen aller Partner seien: „Zusammen haben wir einen Blick aufs ganze System, das macht das Angebot aus, das wir unseren Fahrgästen bieten können“.

Seit 2009 ist die EU-Verordnung Nr. 1370/2007 in Kraft. Sie gibt vor, dass alle Buslinien, die öffentlich gefördert werden, nach bestimmten Vergabevorschriften ausgeschrieben werden müssen. Damit nicht jede einzelne Linie extra vergeben werden muss, wurden Linienbündel geschnürt, in diesem Fall das Bündel 1 im Landkreis Göppingen. Zu diesem zählen die Linien 901, 901A, 902, 903, 904, 905, 906, 908, 933, 933A, 980, 980A, 997 und N94. Die Firma Frank & Stöckle ist Gewinner des Wettbewerbsverfahrens.

Die Fahrpläne für die neuen Angebote sind im Internet auf den Seiten des Verkehrsverbundes Stuttgart (www.vvs.de) abrufbar.

Die Verbesserungen im Einzelnen

Linie 901 (Göppingen ZOB – Friedhof – Stauferpark – Lise-Meitner-Straße)

Die Busse der Linie 901 fahren künftig deutlich öfter. Von Montag bis Freitag sind sie zu den Hauptverkehrszeiten im 30-Minuten-Takt unterwegs. Bislang ist die Linie nur alle Stunde im Einsatz gewesen. Fahrgäste profitieren von einer optimierten Linienführung mit einer besseren Anbindung zentraler Haltestellen in der Innenstadt sowie des Stauferparks. Außerdem sind sämtliche Fahrten der Linie 901 an der Endhaltestelle auf dem Galgenberg auf die Linie 903 durchgebunden. Zwischen den Haltestellen beider Linien entstehen für Fahrgäste attraktive Direktverbindungen, sie können im Fahrzeug sitzen bleiben.

Linie 902 (Göppingen ZOB – Alb Fils Klinikum)

Auf der Linie 902 zum Alb-Fils-Klinikum wird der Takt aufgrund der zuletzt deutlich gestiegenen Nachfrage im Tagesverlauf weitgehend auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet.

Linie 903 (Göppingen ZOB – Galgenberg)

Auch auf der Linie 903, die den Galgenberg anbindet, wird montags bis freitags zu den Hauptverkehrszeiten ein 30-Minuten-Takt anstelle des Stundentakts eingeführt. Damit verdoppelt sich das Angebot. Fahrgäste profitieren von einer verbesserten Anbindung des Galgenbergs und einer neuen Linienführung durch die Göppinger Innenstadt. Außerdem sind sämtliche Fahrten der Linie 903 an der Endhaltestelle auf dem Galgenberg auf die Linie 901 durchgebunden. Zwischen den Haltestellen beider Linien entstehen für Fahrgäste attraktive Direktverbindungen, sie können im Fahrzeug sitzen bleiben.

Linie 905 (Göppingen ZOB – Reuschkirche – Christkönigskirche – Bartenbach)

Die Busse der Linie 905 fahren künftig auch bis nach Bartenbach und binden dort zusätzlich die Wohngebiete am nördlichen Ortsrand an. Zusammen mit der Linie 904, die zwischen Göppingen, Bartenbach, Lerchenberg und Hohrein fährt, ergibt sich montags bis freitags von Betriebsbeginn bis 21 Uhr ein dichteres Angebot im 30 Minuten-Takt für Bartenbach.

Linie 933 (Göppingen – Hohenstaufen – Maitis – Lenglingen)

Das Angebot der Linie 933 am Wochenende wird verdoppelt. Die Busse fahren an Samstagen, Sonn- und Feiertagen künftig alle Stunde anstatt wie bislang nur alle zwei Stunden. Hiervon profitiert die Bevölkerung der Stadtteile Hohenstaufen, Lenglingen und Maitis, Darüber hinaus verbessert sich die Erreichbarkeit des Ausflugsziels Hohenstaufen im Freizeitverkehr.

Ausblick: Weitere Verbesserung ab 1. Dezember 2027

Neue Linie 908 (Göppingen – Holzheim – Ursenwang)

Mit der neuen Linie 908 entsteht Ende 2027 eine direkte Verbindung zwischen Göppingen, Holzheim und Ursenwang. Die Linie wird aus der bisherigen Linie 980 ausgegliedert und sorgt für eine bessere Übersichtlichkeit beim Fahrplanangebot sowie eine verlässliche Feinerschließung dieser Stadtteile.

Linie 980 (Göppingen ZOB – Ursenwang – Schlat)

Der Linienweg der Linie 980 wird Ende 2027 vereinheitlicht. Der Fahrplan wird dadurch für Fahrgäste übersichtlicher. Fahrgäste aus Schlat profitieren von einer einheitlichen, direkten und somit beschleunigten Linienführung im Bereich Manzen und Ursenwang. Die Feinerschließung der Stadtteile Manzen und Ursenwang übernimmt dann die Buslinie 908. Die Buslinien 908 und 980 bieten auf dem gemeinsamen Abschnitt zwischen Göppingen und Ursenwang montags bis samstags von Betriebsbeginn bis 21 Uhr einen 30 Minuten-Takt, von welchem auch die Stadtteile Holzheim und St. Gotthardt profitieren.

PM Landratsamt Göppingen Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur

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