Göppingen im Wattbewerb, Teil 3 Photovoltaik kann ansteckend sein!

Neben den positiven Erfahrungsberichten von Bürgerinnen und Bürgern sowie aus dem Privatsektor kann auch die Stadt über das PV-Geschehen auf den Dächern ihrer Gebäude berichten.

Im Jahr 2007 beschloss der Gemeinderat der Stadt Göppingen den Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden durch die Stadtwerke Göppingen. Hintergrund und Motivation ist und war die besonders umweltfreundliche Stromproduktion vor Ort. Die ersten Anlagen wurden im Jahr 2008 auf der Südstadt-Grundschule (17 Kilowatt) und der Schiller-Grundschule Faurndau (elf Kilowatt) errichtet. In den nächsten Jahren folgten weitere Gebäude (Schulen, Kindergärten, Betriebshof, Kläranlage, Feuerwehren, Rathaus), so dass aktuell auf 16 städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen installiert sind. Die Gesamtleistung der Anlagen beläuft sich auf 418 kWpeak, damit werden rund 400.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produziert. Der überwiegende Teil der Anlagen speist den Ertrag zu 100 Prozent ins öffentliche Stromnetz ein, die beiden zuletzt installierten Anlagen sind mit Eigenstromnutzung. Hier wird der Strom zuerst im Gebäude verbraucht, nur der Überschuss geht ins öffentliche Stromnetz. Für eine dieser Anlagen liegen Ergebnisse der letzten beiden Jahre vor, hier lag der Eigenverbrauchsanteil bei rund 80 Prozent, ohne Speicher.

Die Betriebserfahrungen der letzten 13 Jahre sind durchweg positiv zu bewerten. Anlagenausfälle oder Defekte waren fast nicht zu verzeichnen, punktuell gab es Softwarefehler an den Wechselrichtern, die aber ohne großen Aufwand behoben werden konnten. Einige Module wurden durch Hagel beschädigt, Wechselrichter mussten innerhalb der Nutzungszeit noch keine ersetzt werden. Einziger Wermutstropfen sind Anlagen auf begrünten Flachdächern. Hier stellt sich teilweise durch starken Bewuchs eine Verschattung der Module ein, so dass durchaus eine Pflege des Daches im Zeitraum von sechs Monaten notwendig ist.

Die Anlagenleistung wird auch in Zukunft weiter ausgebaut. Neubauten werden generell mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, weitere Bestandsgebäude werden derzeit im Detail auf die Eignung geprüft beziehungsweise bei anstehenden Dachsanierungen vorrausschauend die Nutzung von Photovoltaik berücksichtigt.

Stadt Göppingen im Wattbewerb

Mit dieser Kolumne möchten die Stadt Göppingen, der Arbeitskreis Klima und Energie der Agenda 2030 und Parents for Future Göppingen Privatpersonen und Unternehmen motivieren, an geeigneter Stelle (Dach, Balkon…) möglichst viele Watt in Form von Photovoltaik zu installieren. Damit kann Göppingen im bundesweiten Wattbewerb (www.wattbewerb.de) punkten, insbesondere geht es aber natürlich um einen Beitrag zur dringend notwendigen CO2-Reduktion.

Bei technischen Fragen rund um die PV-Installation steht der städtische Energieberater Uwe Bauer zur Verfügung, E-Mail UBauer@goeppingen.de, Telefon 07161 650-6531. Wer Interesse hat, seine oder ihre Erfahrungen mit Photovoltaik in den Medien oder virtuell zu teilen, kann sich bei Isabel Glaser, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, E-Mail IGlaser@goeppingen.de melden.

Foto: Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Werner-Heisenberg-Gymnasiums.

PM Stadtverwaltung Göppingen

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