„Stolpersteine“ in Kirchheim unter Teck – Sonderführung zur Geschichte der Kirchheimer Juden

Am Samstag, 07. November bietet die Kirchheim-Info eine Sonderführung zur Geschichte der Juden in Kirchheim an. Beim zweistündigen Rundgang wird auf kurzen Wegen den Ursprüngen der kleinen jüdischen Gemeinde nachgegangen.

Zuerst führt ein Exkurs in das Mittelalter mit neuen stadtgeschichtlichen Forschungs­ergebnissen. Die Bedeutung Kirchheims als Handelsplatz und das interessante Brauchtum werden erklärt.

Der Schwerpunkt liegt aber auf der neueren Geschichte. Beim Aufsuchen der Wohnstätten werden die Einzelschicksale und Lebensverhältnisse von sieben Familien und ihre Integration als Bürger in die Gemeinschaft nachgezeichnet. Historische Fotos ehemaliger jüdischer Mitbürger und ihrer Häuser veranschaulichen die Ausführungen. Die Aufmerksamkeit gilt auch den “Stolpersteinen“, die in den letzten Jahren vom Kölner Künstler Gunter Demnig ins Pflaster gesenkt wurden, um die Erinnerung wach zu halten.

Treffpunkt ist um 14:30 Uhr an der Kirchheim-Info im Max-Eyth-Haus  Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt vier Euro. Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Website www.kirchheim-teck.de oder bei der Kirchheim-Info unter Telefon 07021 502 555.

 

Broschüre Stolpersteine

Für Gäste, welche die Stolpersteine als Orte der Erinnerung aufsuchen möchten, ist eine Broschüre der Stolperstein-Initiative Kirchheim unter Teck gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro an der Kirchheim-Info erhältlich.

14 Steine an sieben Orten in der Kernstadt sind durch Gunter Demnig in den Jahren 2007 und 2008 verlegt worden. In der Broschüre erfahren die Leser mehr über die Lebensgeschichten der Opfer.

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