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Helfer vor Ort – die Einsatzzahlen steigen

Helfer vor Ort – sie können Leben retten. Im vergangenen Jahr wurden sie deutlich häufiger zu Einsätzen gerufen als in den Vorjahren.

Rein statistisch gesehen, werden die Helfer vor Ort (HvO) mehr als zweimal pro Tag zu einem Notfall gerufen. Über eintausend Mal war dies im vergangenen Jahr der Fall. Damit liegt die Zahl der Einsätze deutlich höher als im Vorjahr. „Von 694 auf 1 010 – die stark gestiegene Zahl der Einsätze unserer Helfer vor Ort ist erfreulich“, stellt Sonja Stamos, die Leiterin der Rotkreuzdienste im DRK-Kreisverband Göppingen fest. „Die ehrenamtlichen Helfer vor Ort (HvO) waren 2001 vom DRK-Kreisverband Göppingen ins Leben gerufen worden“, erläutert sie weiter. Seither haben sie in ungezählten Fällen erste Hilfe geleistet und so das professionelle Rettungsteam ergänzt. Denn einer der 66 Helfer vor Ort wird immer dann gleichzeitig mit dem Rettungswagen alarmiert, wenn aus ihrem oder seinem Wohnort ein Notruf in der Integrierten Leitstelle des Landkreises eingeht. Sie fahren umgehend zum Ort des Hilferufs und sind aufgrund der Nähe immer einige wenige Minuten vor dem Rettungswagen am Notfallort. Diese kurze Zeitspanne kann mitunter durchaus entscheidend sein und Leben retten. So wie die HvO-Gruppe Amstetten, die im Juni alarmiert worden war. „Michael Kasper war als erster an der Einsatzstelle. Etwa eine Minute später trafen Sebastian Grothe und Svenja Eisele an der Einsatzstelle ein. Der Patient war bewusstlos“, berichtet Sonja Stamos. „Da es sich um eine Familienfeier handelte und sehr viel Unruhe vor Ort war, kümmerte sich Svenja Eisele um die übrigen Gäste“. Michael Kasper und Sebastian Grothe ergriffen sofort lebensrettende Maßnahmen und konnten dem wenig später eintreffenden Notarzt einen stabilisierten Patienten übergeben. Er wurde dann in die Klinik gefahren. „Es geht ihm heute gut“, freut sich Sonja Stamos.

Notarzt Dr. Christian Wagenfeld unterstreicht die Bedeutung der HvO. Denn gerade in den Kommunen des Landkreises, zu denen seine Kolleginnen und Kollegen eine weite Anfahrt haben, erlebt er immer wieder, dass die gut ausgebildeten ehrenamtlichen HvO wertvolle Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet hatten und so die hauptamtlichen Notfallsanitäter wie auch die Notärzte sinnvoll ergänzen. „Das System hat sich bewährt“, so die Erfahrung des Mediziners.

Zwischenzeitlich gibt es HvOs in nahezu allen Kreisgemeinden. „In den allermeisten Fällen waren es internistische Notfälle wie ein Herzinfarkt oder Bewusstlosigkeit“, so Sonja Stamos mit Blick in ihre Statistik weiter. Es sind aber auch häusliche Unfälle, neurologische Notsituationen oder Verkehrsunfälle, bei denen die Helfer wertvolle erste Hilfe leisten. Sonja Stamos‘ Zahlenwerk verrät aber auch, dass es die meisten Notfälle in den Monaten Januar und April gab. Am „ruhigsten“ war es im März und September.

 

Info:

„Um als HvO in Einsatz gehen zu können, ist eine medizinische Vorbildung und die Mitgliedschaft in einer der DRK-Bereitschaften unbedingt notwendig. Nur so können wir die Fort- und Weiterbildung der HvOs gewährleisten und damit den hohen Standard der ersten Hilfe in Notfällen gewährleisten“, betont Sonja Stamos. Denn daran werden beim DRK-Kreisverband sehr hohe Ansprüche gestellt.

Das Team der Helfer vor Ort sucht regelmäßig Verstärkung. Weitere Informationen hat Sonja Stamos unter Tel. (0 71 61) 67 39-23 oder s.stamos@drk-goeppingen.de

PM

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