Die Warnstreiks im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel nehmen weiter an Fahrt auf: Am Freitag, den 3. Juli ruft ver.di Beschäftigte in zahlreichen Regionen zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf. Nach dem gestrigen landesweiten Streikauftakt wird die Streikbewegung damit noch ausgeweitet.
Die Arbeitsniederlegungen sind Teil der bundesweiten Tarifauseinandersetzung im Handel und erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber, endlich ein verbessertes Angebot vorzulegen.
Betroffen sind unter anderem Kaufland, Primark, Zara, H&M, Cos, Ikea und OBI sowie das dm-Verteilzentrum in Waghäusel. Gestreikt wird in Stuttgart und Umgebung, Heilbronn und Umgebung, Mannheim, Heidelberg und Umgebung, Freiburg, Konstanz und Umgebung sowie in Karlsruhe, Pforzheim und Umgebung.
Auch in den kommenden Tagen ist mit weiteren Warnstreiks zu rechnen.
Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt, das den Erwartungen der Beschäftigten gerecht wird. Gleichzeitig steigen Belastung, Arbeitsdruck und Personalmangel in den Betrieben weiter.
Wolfgang Krüger, ver.di-Verhandlungsführer:
„Die Streikbewegung wächst und der Druck auf die Arbeitgeber nimmt zu. Die Beschäftigten erwarten endlich Bewegung am Verhandlungstisch. Wer im Handel unter hoher Belastung arbeitet, hat eine angemessene Vergütung verdient.“
ver.di fordert in der Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel Baden-Württemberg 2026:
Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro
Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro
Laufzeit von 12 Monaten
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg