Morgen Warnstreik bei Sparda-Banken im Land

Nachdem die Sparda-Banken die zweite Runde am 22. Juni mit einem Angebot mit Leermonaten und unterhalb der Inflationsrate beendet haben, ruft ver.di in Baden-Württemberg zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Gestreikt wird am morgigen Donnerstag ganztägig in allen 35 Geschäftsstellen im Land. Vor der Hauptstelle (Am Hauptbahnhof 3) in Stuttgart findet ab zehn Uhr eine Kundgebung statt, zu der auch Streikende aus dem Land kommen. Der Arbeitgeber hatte die Verhandlungen am Montag unterbrochen, um „ver.di Zeit zum Nachdenken zu geben“. Die Verhandlungen sollen am 29. Juni in Frankfurt fortgesetzt werden, vorausgesetzt, es gibt ein neues Angebot. 

Frank Hawel, ver.di Baden-Württemberg: „Drei Monate ohne Verhandlungstermin waren genug Zeit zum Nachdenken. Wir erwarten am kommenden Montag einen seriösen Vorschlag, der die gute Entwicklung der Sparda-Banken widerspiegelt. Der Erfolg der Gruppe wurde und wird von ihren engagierten Beschäftigten erwirtschaftet.“

Die Arbeitgeber haben am Montag für die Monate April bis Juni eine Einmalzahlung von 250 Euro angeboten sowie ab Juli 2026 2,75 Prozent und ab Juli 2027 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten bis Ende März 2028.

ver.di fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat für Vollzeitkräfte. Am 3. Juni fand bereits ein digitaler Streiktag statt.

In Baden-Württemberg sind rund 700 Beschäftigte von den Tarifverhandlungen betroffen, bundesweit etwa 5.800. Die genossenschaftlich organisierten Geldinstitute der Sparda-Banken verhandeln getrennt von öffentlichen und privaten Banken.

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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