Die dritte Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Beschäftigten der Tarifbereiche Postbank/PCC Services und Postbank Filialvertrieb AG ist ohne Ergebnis geblieben. Trotz intensiver Verhandlungen am Montag hat die Arbeitgeberseite in der dritten Verhandlungsrunde kein ausreichendes Entgegenkommen gezeigt und auch kein neues Angebot vorgelegt. Nach intensiver Beratung haben die ver.di-Tarifkommissionen deshalb das Scheitern der Verhandlungen erklärt.
Über das weitere Vorgehen entscheiden nun die ver.di-Mitglieder. Vom 17. Juni bis zum 3. Juli 2026 findet die Urabstimmung über unbefristete Streikmaßnahmen statt. Für die Annahme des Antrags ist die Zustimmung von mindestens 75 Prozent der abstimmenden ver.di-Mitglieder erforderlich. Gleichzeitig haben die Tarifparteien eine vierte Verhandlungsrunde für den 30. Juni 2026 in Berlin vereinbart.
„Die Arbeitgeberseite hat es weiterhin selbst in der Hand, eine weitere Eskalation dieses Tarifkonflikts abzuwenden. Mit dem Verhandlungstermin am 30. Juni gibt es noch vor Abschluss der Urabstimmung die Möglichkeit, eine Lösung am Verhandlungstisch zu erreichen. Dafür muss die Deutsche Bank jedoch endlich ein Angebot vorlegen, das den Leistungen der Beschäftigten und der wirtschaftlichen Stärke des Konzerns gerecht wird. Wir sind jederzeit zu einer Einigung bereit – aber nur auf der Grundlage eines substanziell verbesserten Angebots“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck.
ver.di fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft verbindliche Regelungen zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten sowie konkrete Qualifizierungs- und Schutzregelungen im Zuge der fortschreitenden Einführung von Künstlicher Intelligenz und weiterer Transformationsprozesse.