Morgen beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 190.000 Beschäftigten im ba-den-württembergischen Groß- und Außenhandel.
ver.di wird ihre Tarifforderungen, die die Große Tarifkommission am 19. März beschlossen hat, gegenüber den Arbeitgebervertretern ausführlich begründen.
Die ver.di-Forderungen lauten:
– Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 %, mindestens 250 €
– Rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 €/Stunde
– Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 €
– Laufzeit von 12 Monaten
„Die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel benötigen deutliche tabellenwirksame Entgelterhöhungen. Der aktuell rasante Anstieg der Inflation, dessen Ende noch nicht absehbar ist, bedeutet täglich Reallohnverluste. Nun sind die Tarifvertragsparteien gefordert, den Beschäftigten einen nachhaltigen Ausgleich zu verschaffen.“, so Wolfgang Krüger, ver.di-Verhandlungsführer.
Neben den tabellenwirksamen Erhöhung der Löhne und Gehälter fordert ver.di ein rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 € pro Stunde, was einem monatlichen Einkommen einer Vollzeitkraft von 2488 € entspricht. Damit soll der Tatsache entgegengewirkt werden, dass aktuell 20 % der im Groß-und Außenhandel Beschäftigten nach 45 Versicherungsjahren als Vollzeitkraft lediglich eine Bruttorente von 1400 € erhalten werden. Dies ist ein „unhaltbarer Zustand, gegen den wir dringend etwas tun müssen“, so Krüger.
ver.di hat die Entgelttarifverträge zum 30. April 2026 gekündigt.
Die Tarifverhandlung beginnt um ca. 10:30 Uhr. Verhandlungsort: HOLIDAY INN Stuttgart Mittlerer Pfad 25-27, 70499 Stuttgart/Weilimdorf
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg