Maria Renée Weiler und Cornelia Meyer von der Psychotherapeutenschaft im Kreis Göppingen e.V. haben das Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Mariska Ott gesucht. Anlass war das von der Bundesregierung geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz und die möglichen Auswirkungen auf die psychotherapeutische Versorgung vor Ort.
Die Vertreterinnen der Psychotherapeutenschaft äußerten die Sorge, dass die vorgesehenen Regelungen die Versorgung psychisch erkrankter Menschen erschweren könnten. Darüber hinaus sprachen sie die Folgen der Haushaltsbeschlüsse des Göppinger Kreistags vom Dezember vergangenen Jahres an. Der Wegfall beziehungsweise die Kürzung wichtiger Angebote wie Familienberatung, Jugendtreffs und anderer niedrigschwelliger Unterstützungsangebote könne dazu führen, dass psychische Belastungen später erkannt werden und notwendige Hilfen erst dann greifen, wenn Probleme bereits deutlich schwerwiegender geworden sind.
Mariska Ott betonte die Bedeutung einer gut aufgestellten Versorgungslandschaft: „Eine gute psychotherapeutische Versorgung braucht starke Strukturen vor Ort. Wenn präventive und niedrigschwellige Angebote wegfallen, steigt der Druck auf das gesamte Hilfesystem. Deshalb müssen wir die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Versorgung genau im Blick behalten und frühzeitig gegensteuern.“
Mariska Ott dankte den Vertreterinnen der Psychotherapeutenschaft für ihren Einsatz und die konkreten Einblicke in die Situation vor Ort. „Gerade bei Fragen der psychischen Gesundheit ist es wichtig, die Erfahrungen der Praktikerinnen und Praktiker ernst zu nehmen“, so Ott. Die angesprochenen Anliegen wolle sie in die politischen Gespräche auf Kreis-, Landes- und Bundesebene einbringen und den Austausch mit den zuständigen Akteurinnen und Akteuren weiterführen.
PM Dr. Mariska Ott MdL