Riskante Immobilien-Investments: Hohe Verluste bei Krankenkassen – hier haben die Aufsichtsbehörden im Bund und bei den Ländern versagt. Wer jetzt fordert, die Verluste sollten durch die Versicherten ausgeglichen werden, dem ist nicht mehr zu helfen!
Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen immer deutlicher das große Ausmaß von Verlusten gesetzlicher Krankenkassen durch riskante Immobilieninvestments. So nahmen betroffene Krankenkassen bereits bis Ende 2025 Wertberichtigungen von rund 400 Millionen Euro vor. Das schrieb die Regierung in einer vom Bundestag veröffentlichten Antwort auf eine Grünen-Anfrage. Die Kassen dürften demnach noch deutlich höhere Summen verloren haben. NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichteten zuerst darüber.
Die Bundesregierung kürzt Leistungen, fordert von den Versicherten höhere Zuzahlungen und jetzt sollen wir auch noch für die fehlerhafte Geschäftsführung der Krankenkassen bluten. Das kann nicht sein. Hier sind die Regierungen gefragt, die Verluste auszugleichen und sich das Geld ggf. bei den Geschäftsführern und Vorständen der Krankenkassen wiederzuholen.
Außerdem wird es höchste Zeit, die Zahl der Krankenkassen zu reduzieren um auch hier Geld (Millionen) einzusparen. Hiervon wäre dann auch die WMF BKK betroffen, aber dann ist es eben so.
Joachim Abel