In Deutschland wird die Sicherheit am Arbeitsplatz groß geschrieben. Die Berufsgenossenschaft wacht über die Einhaltung der diversen Unfallverhütungsvorschriften. Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel! Aber gleichzeitig wird über die Vorschriften, die natürlich mit Bürokratie verbunden ist gemeckert.
Im Senegal beschränkt sich Arbeitssicherheit auf das Tragen von Handschuhen. Helme sieht man selten, Sicherheitsnetze oder -seile nur an Großbaustellen in Dakar, an denen internationale Baukonzerne beteiligt sind. Im normalen Hausbau, auch wenn es fünf Stockwerke sind, gibt es keine Sicherheit für die Arbeiter. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Es handelt sich hier um Arbeiter, die weder offiziell angestellt noch versichert sind. Es sind rechtlose Tagelöhner. Der Staat arbeitet aber an einer Absicherung durch die Einführung einer Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung. Wann sie offiziell eingeführt wird, ist aber noch offen.
Foto oben: Hier werden Steine von Hand zu Hand weitergereicht. Ohne Handschuhe und die aufgeschichteten Steine haben ganz schön gewackelt.
Fotos unten: Hier wird ein Haus verputzt. Das „Gerüst“ besteht aus Rundbohlen, die von innen durch Löcher in der Wand geschoben werden. Sie sind nicht weiter gesichert. Die Bretter liegen lose auf diesen Bohlen. Die Arbeiter sind nicht durch Seile oder Netze vor dem Absturz gesichert.
Die Fotos wurden von mir selber aufgenommen!
Joachim Abel

