Auftakt der HighTech-Agenda BW

„Wir begrüßen, dass die Landesregierung mit dem Auftakt der ‚HighTech-Agenda BW‘ ein wichtiges Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag jetzt direkt angeht“, erklärt Frank Roth, Präsident der IHK Karlsruhe. Die IHK Karlsruhe ist im Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) für Innovations- und Technologiethemen federführend. „Mehr Geschwindigkeit bei Innovationen durch weniger Regulierung, mehr privates Kapital, ressortübergreifendes Handeln und Kooperation – die Agenda bringt auf den Punkt, was wir für die Zukunftsfähigkeit unseres Innovationsstandorts Baden-Württemberg dringend brauchen. Mit dieser Erkenntnis gilt es jetzt, gemeinsam umzusetzen“, so Roth weiter.

Nach den Ergebnissen einer landesweiten IHK-Befragung unter Betrieben aus wissensintensiven Branchen im vergangenen Jahr verzichtet knapp jedes vierte Unternehmen – 23 Prozent – vollständig auf Forschung und Entwicklung. Bürokratie im Innovationsprozess und fehlendes Fachpersonal werden als Hauptgründe genannt – beides klare Innovationshemmnisse. Auch der hohe Aufwand zur Sicherung eigener Schutzrechte wirkt als Innovationshemmnis. „Das können wir uns zukünftig nicht mehr leisten. Unsere Betriebe brauchen wieder mehr Kapazitäten zur Umsetzung von Ideen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen. Innovation statt Administration muss das Ziel sein“, fordert Roth. Er ist sich sicher: „Eine echte ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Landesverwaltung kann aus meiner Sicht hier erhebliche Potenziale freisetzen.“

Weiter gilt: Innovationen finden kaum noch ohne Kooperationen statt. Die IHK-Zahlen zeigen, dass bereits heute fast 80 Prozent der in Forschung und Entwicklung aktiven Unternehmen bei ihren Innovationsprojekten mit Partnern zusammenarbeiten – am häufigsten mit anderen Unternehmen oder Hochschulen. Der Technologietransfer spielt auch künftig eine Schlüsselrolle. „Es ist richtig, dass das Land mit der HighTech-Agenda in Innovations-Ökosystemen denkt und die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Akteuren forcieren will. Die IHK-Organisation unterstützt das seit vielen Jahren erfolgreich, beispielsweise mit ihren Technologietransfermanagerinnen und -managern. Außerdem haben wir allein aus unserer letztjährigen Umfrage 50 konkrete Vorschläge – von Förderung bis Technologietransfer – entwickelt und an die Landespolitik adressiert“, erklärt Roth.

Frank Roth schließt: „Ich stimme der Wirtschaftsministerin zu, dass wir nur schneller werden können, wenn wir auch mehr Mut zeigen, und zwar gemeinsam. Die IHK-Organisation bietet dazu ihre geballte Expertise an, um konstruktiv an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Innovationen und an der weiteren Ausarbeitung der HighTech-Agenda mitzuwirken.“

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ist eine Vereinigung der zwölf baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). In Baden-Württemberg vertreten die zwölf IHKs die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. Zweck des BWIHK ist es, in allen die baden-württembergische Wirtschaft und die Mitgliedskammern insgesamt betreffenden Belangen gemeinsame Auffassungen zu erzielen und diese gegenüber der Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und anderen Institutionen zu vertreten.

 

PM Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/wirtschaft/210195/auftakt-der-hightech-agenda-bw/

Schreibe einen Kommentar