EEG-Ausschreibungen: Ohne Korrekturen keine Zukunft für Biogas und Holz

Heute veröffentlichte die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der April-Ausschreibung für Bio-masse und Biomethan nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Beide Ausschreibungen waren – wie erwartet – unterdeckt.

„Die Unterdeckung der Ausschreibungen verdeutlich erneut den großen Handlungsbedarf im EEG. Praxisferne Anforderungen im EEG für Biogas wie der Maisdeckel oder die Begrenzung der Betriebsstunden verhindern Investitionen in zukunftsgerichtete Anlagenkonzepte – die letzten Entwürfe für ein neues EEG zeigen auch keine Perspektive“, bewertet Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie (HBB), die Ergebnisse. „Vor diesem Hintergrund war abzusehen, dass zahlreiche Anlagenbetreiber keine Zukunft für ihre Anlagen sehen und nicht in den Ausschreibungen bieten.“

Die Forderung der Bioenergieverbände im HBB ist einfach: Bioenergieanlagen im EEG benötigen ein Biomassepaket 2.0, dass ihnen wieder mehr betriebswirtschaftliche Freiheit bei der Ausgestaltung ihres Anlagenkonzepts gewährt, wobei die Wirtschaftlichkeit gestärkt und wirksame Anreize für eine flexible Strom- und Wärmeproduktion aufrechterhalten werden müssen.

„Biogas und Holz können einen bedeutenden Beitrag zur Überbrückung von Dunkelflauten und zum Ausgleich der schwankenden Stromerzeugung aus PV und Wind leisten. Um das volle Potenzial zu entfesseln, so wie es sich die Koalition vorgenommen hat, muss das EEG umfassend überarbeitet werden. Dies ist nicht zuletzt angesichts der jüngsten weltpolitischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit dringend geboten“, schließt Rostek.

Über die Bioenergieverbände

Im „Hauptstadtbüro Bioenergie“ bündeln vier Verbände ihre Kompetenzen und Ressourcen im Bereich Energiepolitik: der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE), der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV), der Fachverband Biogas e.V. (FvB) und der Fachverband Holzenergie (FVH). Gemeinsam bilden sie die gesamte Bioenergiebranche ab von Land- und Forstwirten, Anlagen- und Maschinenbauern, Energieversorgern bis hin zu Betreibern und Planern. Das Hauptstadtbüro Bioenergie verleiht den vielen unterschiedlichen Akteuren und verschiedenen Technologien der Bioenergiewirtschaft eine gemeinsame starke Stimme gegenüber der Politik. Insbesondere in den Sektoren Strom und Wärme setzt es sich technologieübergreifend für die energiepolitischen Belange seiner Trägerverbände ein. Im Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern kann das Hauptstadtbüro Bioenergie auf ein breites Unterstützernetzwerk zurückgreifen und kooperiert insbesondere mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
www.hauptstadtbuero-bioenergie.de

PM Fachverband BIOGAS e.V.

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