Zur medialen Berichterstattung und dem Unternehmerbild in der Öffentlichkeit – BWIHK – Dr. Epp: Wirtschaft stärker zu Wort kommen lassen

Wirtschaftsthemen finden in den bekanntesten TV-Talkshows von ARD und ZDF zu wenig Beachtung, wie eine aktuelle Analyse der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zeigt. Demnach weist nur knapp jede fünfte der untersuchten Sendungen einen wirtschaftspolitischen Bezug auf. „In Zeiten der tiefgreifenden Strukturkrise in Deutschland muss Wirtschaft eine deutlich größere Rolle im öffentlichen Diskurs spielen“, sagt Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen, die im Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWHK) für Medienpolitik federführend ist.

Selbst wenn Wirtschaft zum Thema wird, bleiben Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und Verbänden nahezu unsichtbar: Ihr Anteil an den Gästen liegt bei knapp sieben Prozent. Damit ist die Perspektive aus der unternehmerischen Praxis im öffentlichen Diskurs deutlich unterrepräsentiert. „Wer über die Zukunft unseres Standorts sprechen will, muss auch mit denen sprechen, die täglich unternehmerische Verantwortung tragen“, betont Epp. „Unternehmerinnen und Unternehmer dürfen in Talkshows und Wirtschaftssendungen nicht Randfiguren sein. Ihre Perspektive gehört an den Tisch, weil sie Arbeitsplätze schaffen, investieren und konkrete Erfahrung aus der Praxis einbringen.“

Als Vereinigung der zwölf IHKs im Land vertritt der BWIHK die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. In dieser Funktion spricht er sich dafür aus, dass wirtschaftliche Themen stärker in den Fokus rücken und Unternehmerinnen und Unternehmer selbst zu Wort kommen. Nur so kann ein realitätsnahes Bild von Unternehmertum vermittelt werden. „Wir haben uns deshalb an den Intendanten des SWR als Ansprechpartner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Südwesten gewandt und IHK-Unterstützung bei der Vermittlung qualifizierter Gesprächspartnerinnen und -partner aus der Wirtschaft angeboten“, so Epp abschließend.

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ist eine Vereinigung der zwölf baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). In Baden-Württemberg vertreten die zwölf IHKs die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. Zweck des BWIHK ist es, in allen die baden-württembergische Wirtschaft und die Mitgliedskammern insgesamt betreffenden Belangen gemeinsame Auffassungen zu erzielen und diese gegenüber der Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und anderen Institutionen zu vertreten.

 

PM Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag

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