Fachkräftesicherung: Handwerk begrüßt Förderaufruf zum Jungen Wohnen

Der Handwerkstag hat die vom Bauministerium veröffentlichten Regelungen zur Förderung von Azubi-Wohnheimen begrüßt. In Zeiten des Wohnungsmangels sei diese Unterstützung überfällig. Dazu Handwerk BW-Präsident Rainer Reichhold:

„Seit über einem Jahr warten wir auf diese Förderlinie aus dem Landesbauministerium. Der Bund hat Geld an alle Länder verteilt, jetzt muss das Land das Geld in Bauprojekte fließen lassen. Gerade für mehr Azubi-Wohnheime ist es höchste Zeit. Denn während die staatliche Unterstützung für Studierendenwohnheime seit Ewigkeiten eine Selbstverständlichkeit ist, gingen Azubis bislang zumindest bei Apartments für die gesamte Ausbildungsdauer leer aus. Wer es aber mit der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung ernst meint, der muss auch jungen Auszubildenden helfen, woanders als bei den Eltern ein Dach über dem Kopf zu finden.

Wir sehen, dass gerade der Mangel an bezahlbaren Unterkünften manchen Ausbildungsplatz unbesetzt lässt. Kein Wohnraum ist ein echtes Hindernis für junge Menschen, den Ausbildungsplatz in anderen Regionen anzunehmen. Insofern ist – gerade in Zeiten gestiegener Baukosten – eine Unterstützung von Investoren und Trägern von Wohnheimen eine wirkungsvolle Förderung der Fachkräftesicherung und des Ausbildungsstandorts Baden-Württemberg. Wir hoffen nun sehr, dass die Interessenbekundung zu konkreten Förderbescheiden und damit alsbald zu beziehbaren Gebäuden führt. In der Zwischenzeit müssen noch Details geklärt werden. So ist uns noch unklar, wie Azubis tatsächlich unkompliziert zum Wohnberechtigungsschein gelangen. Und es ist noch offen, inwieweit die Landesförderung nicht nur für dauerhafte Unterkunft von mehr als sechs Monaten geöffnet wird. Bundesbauministerin Geywitz hatte kürzlich die Geltung auch für temporäres Wohnen zugesagt.“

 

PM Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.

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