Warum ist eine LEI-Nummer notwendig?

Juristische Körperschaften wie Unternehmen, Stiftungen, Organisationen, Verbände, Banken, Versicherungsgesellschaften, die mit Finanztransaktionen in Form von Aktien oder anderen Wertpapieren handeln, müssen einen LEI-Code nachweisen. So ist Ihre Bank dazu verpflichtet, diesen Code zu registrieren, bevor Wertpapiertransaktionen durchgeführt werden.

Im Folgenden erklären wir Ihnen alles, was Sie dazu wissen sollten.

Wo kann ich einen LEI-Code erhalten?

Eine LEI-Nummer beantragen, das funktioniert gleich online bei einer LEI-Registrierungsstelle. Die Preise dafür sind recht überschaubar, gleichzeitig erhält man einen guten Service und wird rund um den Code beraten. Die Registrierung erfolgt schnell und sicher, sodass Sie schnellstmöglich mit dem Handel starten können.

LEI rückt ins allgemeine Blickfeld von Unternehmen und Stiftungen

Zunächst war der LEI-Code lediglich für Unternehmen verpflichtend, die am Derivatehandel teilnahmen. Seit 2018 wird der Code jedoch benötigt, um bei allen meldepflichtigen Geschäften die Beteiligten zu identifizieren. Wertpapierfirmen, also Banken, müssen die vollständigen und zutreffenden Einzelheiten von Geschäften mit Finanzinstrumenten an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) melden. Dazu gehören ebenfalls Angaben zur Identifizierung des Kunden, in dessen Namen die Bank das Geschäft abgeschlossen hat. Handelt es sich bei den Kunden um juristische Personen, so ist zur Identifizierung die LEI anzugeben.

Neben dem Handeln mit Derivaten gehört auch der Handel mit Wertpapieren und Geldmarktinstrumenten zu den meldepflichtigen Geschäften. Somit fällt auch der Handel mit Aktien sowie Unternehmensanleihen unter die meldepflichtigen Geschäfte. Von der LEI-Pflicht sind somit auch alle institutionellen Investoren wie Investmentgesellschaften und Fonds betroffen. Ebenso Stiftungen, die gemäß den Anlagerichtlinien in meldepflichtige Finanzmarktinstrumente investieren, müssen sich in Zukunft durch einen LEI identifizieren.

Ohne LEI keine Transaktionen

Wenn sich ein Unternehmen oder eine Stiftung bei der Durchführung einer meldepflichtigen Finanztransaktion nicht durch einen LEI-Code identifizieren kann, dann führen die Banken die Transaktion seit Januar 2018 nicht mehr durch. Der Code ist daher in das Blickfeld vieler Anlegergruppen gerückt, die sich damit vorher nicht beschäftigen mussten.

Wer in diesen Bereich neu einsteigt, der sollte schnellstmöglich einen LEI beantragen, um ohne Einschränkung handeln zu können.

LEI-Vergabeverfahren

Die Vergabe der LEIs wird von der Global Legal Entity Identifier Foundation koordiniert. Die Organisation ist gemeinnützig und wurde gegründet, um die Einführung und den Einsatz des LEI zu fördern. Durch die zentrale Vergabestelle wird die Vergabe der LEIs durchgeführt. Eine Gruppe von 71 Aufsichtsbehörden aus über 50 Ländern stellt beim Vergabeverfahren sicher, dass dies einheitlich und mit hohen Standards an Transparenz und Datenqualität geschieht.

Ein Code für mehr Transparenz

Die Einführung dieses Codes ist notwendig geworden, um für Transparenz auf dem globalen Markt zu sorgen. In der Vergangenheit ist der Finanzmarkt immer wieder durch zahlreiche negative Verknüpfungen und Verstrickungen aufgefallen. Spätestens seit der weltweiten Bankenkrise 2008, mit der Pleite des Bankhauses Lehman Brothers, wurde deutlich, dass der Finanzmarkt reguliert und auf einheitliche Standards umgestellt werden muss.

Nur so lassen sich Missbrauch, Verschleierung und künftige Finanzkrisen vorbeugen. Der LEI beinhaltet immer Information darüber, wer hinter dem Unternehmen steckt und mit welchen anderen Institutionen das Unternehmen verbunden ist. Der LEI ist ein global einzigartiger Code, identifiziert Unternehmen und Rechtsträger, schafft Transparenz am Finanzmarkt und ist ein Jahr gültig. Die Kennung besteht aus einem 20-stelligen Zahlen- und Buchstabencode, der jeden Akteur auf dem Finanzmarkt kenntlich macht.

Foto von pixabay

PM

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