Lebensmittelhändler wie Lidl beteiligen sich aktiv an der Plastikreduktion

  • Eine neue Verpackungsart Namens „Flowpack“, spart über 50 Prozent an Plastik.
  • Bei Kosmetik- und Pflegeprodukten, möchte Lidl bis 2021 auf Mikroplastik bei Verpackungen verzichten.
  • Die Lidl Gruppe folgt damit dem Trend zur selbst auferlegten Nachhaltigkeit, bei dem viele große Einzelhandelsketten in Deutschland mitmachen.

Nachhaltigere Produkte und Verpackungen

Bis zu 20 Prozent weniger Plastik soll durch das REset Plastic Projekt eingespart werden und auch auf die Recyclingfähigkeit soll künftig viel wert gelegt werden.

Durch eine neue Art der Verpackungsform, soll bis zu 60 Prozent an Verpackungsmaterial eingespart und eine hundertprozentige Recyclingfähigkeit gewährleistet werden.

Zum Einsatz kommt hierbei die „Flowpack“ Verpackung, denn diese Art von Verpackung bietet eine hundertprozentige Recyclingfähigkeit bei einer sechzig prozentigen Einsparung von Plastik im Vergleich zu herkömmlichen Verpackungen. Der Versuch mit dieser neuen Art von Verpackung ist bereits bei teilnehmenden Händlern gestartet und man erwartet sich dazu das Feedback der Kunden. Bei Lidl werden somit 35 Tonnen Kunststoff pro Jahr eingespart, im weiteren Verlauf kann und soll nach und nach noch mehr eingespart werden. Die neuen Verpackungen können Kunden ganz einfach erkennen, denn diese sind mit einem „verantwortlicher verpackt“ Logo gekennzeichnet. Auch bei den Fleischverpackungen wurde bereits weitergedacht, das Gewicht der Verpackungen beim gemischten Hackfleisch, wurde um rund dreißig Prozent reduziert. Die Lidl Gruppe hat in den vergangenen 2 Jahren das Sortiment um eines der größten Bio-Lebensmittelangebote deutschlandweit erweitert, was sich auch an der Vielzahl an Produkten im aktuellen Lidl Prospekt bemerkbar macht. Die umweltfreundlicheren Verpackungen sind somit der nächste Schritt um das Angebot für die Kunden wesentlich nachhaltiger zu getalten.

Mikroplastik soll künftig ebenfalls reduziert werden

Auch im Bereich der Pflegeprodukte wird an einer Lösung zur Reduktion von Mikroplastik gearbeitet. Bis zum Jahr 2021 soll daher bei Eigenprodukten auf flüssiges und festes Mikroplastik fast zur Gänze verzichtet werden. Auch hier soll es für Kunden ein ,,ohne Mikroplastik“ Siegel zur Kennzeichnung der Produkte geben. Die Lidl Gruppe möchte dies beim Großteil der Pflegeprodukte ab dem Frühjahr 2020 eingeführt werden.

Die Schwarz Gruppe, zu der unter anderem auch die Kaufland Märkte gehören, hat das Projekt REset Plastic ins Leben gerufen, an dem sich Lidl sofort beteiligte und seitdem an nachhaltigeren Lösungen für den Einzelhandel arbeitet. Bei diesem Projekt werden Themen wie die Vermeidung von Plastik, das Recycling und die Beseitigung thematisiert. Auf Grund dieses Projekts wird die Verwendung von Plastik deutlich vermindert.

Nachhaltigkeitstrend im deutschen Einzelhandel

Neben der Schwarz Gruppe haben auch weitere Einzelhandelsketten, wie Aldi oder die Rewe-Gruppe ähnliche Programme ins Leben gerufen. Einerseits möchte man im Handel durch derartige Maßnahmen der erhöhten Nachfrage bewusster Verbraucher gerecht werden werden, die zunehmend auf Plastikvermeidung und umweltfreundlichere Lebensmittel Wert legen. Andererseits sind die selbst auferlegten Ziele zur Nachhaltigkeit auch wichtige Signale in Richtung der Politik, um der Einführung von strikten Umweltgesetzen für den Handel entgegenzuwirken. Für Mensch und Umwelt kann dieser Trend sicherlich nur vor Vorteil sein.

 

Quelle:

Lidl-Pressemeldung vom 05.02.2020

 

PM

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