FRISCH AUF! musste verletzungsbedingt neben Ymir Gislason, Ole Pregler und Rutger ten Velde kurzfristig auch auf David Schmidt verzichten. FRISCH AUF! erwischte aber einen guten Start ins Spiel und ging 1:0 durch Victor Klöve in Führung, nachdem er und Elias Newel solange schnelle Pässe gespielt hatten, bis die notwendige Lücke da war. Die HSG konnte aber umgehend ausgleichen. Weitere FRISCH AUF!-Treffer von Marcel Schiller, Elias Newel und Ludvig Jurmala konnten die Mittelhessen immer wieder ausgleichen.
FRISCH AUF! ging auf das taktische Spiel mit vier Rückraumspielern über und die nächsten drei Treffer, allesamt von Victor Klöve, brachten eine 7:5-Führung. Diese war aber auch sehr schnell zum 7:7 ausgeglichen, aber Treffer von Erik Persson und Oskar Sunnefeldt brachten die Grün-Weißen wieder mit 9:7 nach vorne. FRISCH AUF! konnte sich mehrfach auf die Paraden von Kristian Saeveras stützen, aber auch sein Gegenüber Anadin Suljakovic zeigte eine sehr gute Leistung und bereitete vor allem den FRISCH AUF!-Rechtsaußen große Probleme. Ab jetzt entwickelte sich das Spiel entlang dieser Zwei-Tore-Führung, denn die Gäste konnten stets verkürzen und Erik Persson, Ludvig Jurmala, Oskar Sunnefeldt und Marcel Schiller besorgten die Führungstreffer bis zum 13:11. Die Gäste blieben aber stets dran. Eine Unterzahlsituation fünf Minuten vor der Pause überstand FRISCH AUF! auch unbeschadet, weil Marcel Schiller beim Siebenmeter gegen Andreas Palicka cool blieb und zum 14:12 einnetzte. Gegen Ende der ersten Halbzeit musste FRISCH AUF!-Trainer Ben Matschke personell durchwechseln und die Abschlüsse waren nicht konsequent genug. Die HSG nutzte dies zum 14:14-Ausgleich kurz vor dem Pausenhorn.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Ludvig Jurmala noch einmal einen Führungstreffer erzielen, aber danach kamen die Wetzlarer besser ins Spiel. Sie gingen mit 15:17 in Führung, auch weil dem FRISCH AUF!-Angriff keine druckvollen Aktionen mehr gelangen. Durch eine Steigerung in der Abwehr gelangen dann aber Ballgewinne, die über Treffer von Ludvig Jurmala, Marcel Schiller und Franko Lastro zu einer 18:17-Führung für Göppingen führte. Die Gäste nutzten in der Folge das fehlerhafte Spiel der Hausherren und gingen beim 18:19 wieder in Führung. Dieses Mal hielt die Führung und konnte bis zum 21:24 sogar ausgebaut werden, auch weil eine FRISCH AUF!-Unterzahlsituation über Treffer von Tristan Kirschner konsequent ausgenutzt wurde. FRISCH AUF! fand ab dem 22:25 über die 7:6-Überzahltaktik wieder besser ins Spiel und konnte verkürzen, aber es blieb trotz Treffern von Erik Persson, Victor Klöve, Franko Lastro beim Zwei-Tore-Rückstand, auch weil die HSG eine eigene Unterzahlsituation gekonnt durch einen Kempa-Pass von Rechtsaußen auf den durchbrechenden Philipp Ahouansou löste. Gut drei Minuten vor dem Ende hieß es noch 27:29, aber die FRISCH AUF!-Spieler kämpften in der Abwehr leidenschaftlich und kamen jetzt auch vorne wieder zu Torerfolgen. Victor Klöve besorgte das 28:29 und die beiden Treffer gingen auf das Konto des vorne wie hinten bärenstarken Ludvig Jurmala, der nach mustergültigen Anspielen unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer den 29:29-Ausgleich und die 30:29-Führung besorgte. Die HSG musste nun in ihrem den Angriff nicht nur gegen das Göppinger Abwehrbollwerk, sondern gegen die ohrenbetäubenden „Hebats“-Rufe der 4800 Zuschauer ankämpfen. Das konnte nicht klappen und so ging sogar FRISCH AUF! in einen letzten Angriff, in dem bei offener Manndeckung Oskar Neudeck die Lücke suchte und zum 31:e29 einwarf. Der letzte HSG-Treffer durch Jona Schoch in der Schlussskunde diente nur noch der Ergebniskorrektur. Ludvig Jurmala war am Ende mit 9 Treffern der Matchwinner bei den Grün-Weißen, bei denen Marcel Schiller gleich zwei Rekordwerte erreichte. Er warf beim Treffer zum 19:29 sein 2500. Bundesligator und er liegt jetzt mit 1226 verwandelten Siebenmetern auf Platz 2 der ewigen HBL-Tabelle.
Gästetrainer Runar Sigtryggsson: „Wir sind gut in der Abwehr gestanden und lange Zeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. Der Knackpunkt war, als Göppingen auf 7:6 Taktik umgestellt hat, das konnten wir nicht verteidigen. Jetzt müssen wir aus unseren Fehlern lernen.“
FRISCH AUF!-Trainer Ben Matschke: „Ich denke wir sind heute der glückliche Sieger. Ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis gewesen. Ich muss meine Mannschaft loben, sie hat sich nie aus der Ruhe bringen lassen. Ein Sonderlob für Ludvig Jurmala für seine Leistung in Angriff und Abwehr.“
FRISCH AUF!: Saeveras (1.-53.), Buchele (53.-60.), Lewe; Neudeck 1, Klöve 6, Goßner, Hofele, Brodbeck, Persson 3, Schiller 6/4, Jurmala 9, Sunnefeldt 2, Lastro 2, Newel 1, Hanne 1.
HSG: Suljakovic (1.-56.), Palicka (1.-56.), Pantel; Vistorop, Kirschner 6/1, Mappes 3, Theiß 3, Simic 3, Ahouansou 4, Akakpo, Schoch 1, Müller 4, Spandau, Löwen, Cavor 1, Nafea 5.
Spielfilm: 7:5 (13.), 7:7 (14.), 10:8 (19.), 14:12 (26.), 14:14 (Hz.) – 15:14 (32.), 15:17 (36.), 18:17 (40.), 21:24 (49.), 27:29 (56.), 31:29 (60.), 31:30 (Ende).
Strafen: 3/2.
Zuschauer: 4800.
Schiedsrichter: Kauth / Kolb.
PM FRISCH AUF! Göppingen