Demenz- und Delirerkrankte geistig anregen: ALB FILS KLINIKEN stattet Stationen mit Beschäftigungsboxen für Patienten mit Demenz und/oder Delir aus

Ältere Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder einer Verletzung in ein Krankenhaus müssen, finden sich oft in der neuen Umgebung nicht zurecht. Dies verursacht enormen Stress, der das Gesamtbefinden beeinflusst und nicht selten ein Delir auslöst. Ein Delir ist ein vorübergehender Verwirrtheitszustand mit Störungen des Bewusstseins, der Orientierung und der Wahrnehmung. Bei Patienten mit Demenz erhöht sich das Risiko. Diese Patienten benötigen besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung durch das Pflegepersonal. Und sie benötigen gleichmäßige Strukturen in der Tagesgestaltung. Dazu gehört auch, eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten. Neue Beschäftigungsboxen, gefüllt mit Farbstiften, Rätseln und anderen Denksportaufgaben, sollen dabei unterstützen. Diese Boxen wurden nun an die Pflegebereiche in der Helfenstein Klinik in Geislingen und in der Klinik am Eichert in Göppingen übergeben.

„Viele hochbetagte Patienten sind schon bei der Einlieferung zu uns in einem Delir,“ sagt Romana Eßlinger, Bereichsleiterin Pflege auf den chirurgischen Stationen der Helfenstein Klinik in Geislingen. „Da auf unserer chirurgischen Station sehr viele Patienten an einer Demenz leiden, stehen wir oft vor großen Herausforderungen.“ Zu den Faktoren Alter und Demenz kommt dann oft ein längerer operativer Eingriff dazu, der das Risiko für ein Delir noch erhöht. „Ziel unserer Tätigkeit ist es dann, den Patienten zu helfen, das Delir zu vermeiden, und wenn ein Delir auftritt, die Delir-Dauer so kurz wie möglich zu halten“, erklärt Gabriele Wagner, Pflegeexpertin für therapeutisch aktivierende Pflege an der Klinik am Eichert in Göppingen. „Ein wichtiger Schritt dafür ist das Schaffen einer Wohlfühlatmosphäre.“ Dies gelingt etwa durch gestalterische Maßnahmen. Auf der chirurgischen Station in der Helfenstein Klinik beispielsweise gibt es eine jahreszeitlich angepasste Dekoration, speziell ausgestattete Zimmer oder das Erinnerungs-Stüble. Dieses Zimmer ist mit alten Möbeln und Einrichtungsgegenständen ausgestattet, das die Erinnerung älterer und dementer Patienten anregt und zur Mobilisation dorthin motiviert.

Dort steht nun auch eine der neuen Beschäftigungsboxen, deren Inhalt die Patienten geistig anregen und für sinnvolle Beschäftigung sorgen soll. Die Box ist gefüllt mit Farbstiften, Mandalas, einer Sprichwort Box zur Ergänzung bekannter Sprichwörter, Kreuzworträtseln und anderen Denksportaufgaben. „Die Boxen sind erweiterungsfähig, wir nehmen gerne noch Anregungen für weitere Inhalte an“, sagt Romana Eßlinger, die die Box zusammengestellt hat. Insgesamt zwölf der Boxen wurden in den vergangenen Tagen an die Pflegebereiche in der Helfenstein Klinik und der Klinik am Eichert verteilt.

 

PM ALB FILS KLINIKEN GmbH

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