„Die ablehnende Haltung der Unions-Agrarminister*innen zum Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur (NATIF) ist kurzsichtig und wird weder den Herausforderungen der Biodiversitäts- noch der Klimakrise gerecht. Eine leistungsfähige Landwirtschaft ist langfristig auf intakte Böden, sauberes Wasser, bestäubende Insekten und widerstandsfähige Ökosysteme angewiesen. Genau diese natürlichen Lebensgrundlagen stärkt das NATIF“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.
Besonders problematisch ist für den NABU die Haltung der Union vor dem Hintergrund, dass unter Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz (IZG) das größte Naturzerstörungsgesetz der Bundesrepublik auf den Weg gebracht wurde. „Während Natur und Landschaft durch dieses Gesetz massiv unter Druck geraten, blockiert die CDU mit dem NATIF ein Gesetz, das den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen auf pragmatische Weise stärken soll. Hinzu kommen Pläne, die Mitwirkungs- und Klagerechte der Umweltverbände immer weiter einzuschränken. Alles in allem ist das ein besorgniserregender Kurs der CDU/CSU zu Lasten von Natur, Rechtsstaat und künftigen Generationen, den die Union schleunigst korrigieren sollte“, mahnt Enssle.
„Wir appellieren an die CDU in Baden-Württemberg, sich ihrer Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung zu stellen. Gerade in Zeiten des Klimawandels und zunehmender Extremwetterereignisse hängen die Zukunft unserer Land- und Forstwirtschaft sowie unsere Ernährungssicherheit entscheidend von funktionierenden Ökosystemen ab. Wer diese Grundlagen schwächt, gefährdet am Ende genau die Landwirtschaft, die er schützen will.“
PM NABU Baden-Württemberg