Sicher aufwachsen im digitalen Zeitalter: Wie Eltern ihre Kinder und Jugendliche schützen können

Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich im Internet – zum Lernen, Spielen und Kommunizieren. Jedoch sprechen weniger als die Hälfte der Eltern mit ihrem Kind über dessen Freizeitaktivitäten (47% bei Eltern von 6- bis 13-Jährigen, 42% bei Eltern von 14- bis 17-Jährigen).

Zu diesem Ergebnis kommt das Fokusthema „Digitaler Familienalltag“ zum Cybersicherheitsmonitor. Währenddessen wachsen die Risiken durch altersunangemessene Inhalte, Cybergrooming, Datenmissbrauch oder Kostenfallen. Zum Weltkindertag am 01. Juni 2026 informiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daher über einfache technische Schutzmaßnahmen und gibt Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen konkrete Hilfestellungen für mehr Sicherheit im digitalen Alltag.

Larissa Hänzgen, Expertin für Verbraucherschutz im BSI: „Digitale Teilhabe gehört zum Aufwachsen dazu. Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu befähigen, digitale Angebote sicher und verantwortungsvoll zu nutzen. Technische Schutzmaßnahmen, klare Regeln und ein offenes Gespräch in der Familie oder Schule bilden die Grundlage für mehr Sicherheit im Netz.“

Das BSI empfiehlt Eltern dabei folgende Schritte:

  • Aktivieren Sie Altersbeschränkungen für Apps, Spiele, Filme und Serien. Gehen Sie dafür auf dem Gerät des Kindes in die Einstellungen des App- oder Play-Stores und nehmen Sie Einschränkungen vor. So gehen Sie sicher, dass dem Kind keine altersunangemessenen Inhalte ausgespielt werden.
  • Deaktivieren Sie App- sowie In-App-Einkäufe oder erlauben Sie diese nur nach Eingabe eines Passwortes oder im Rahmen einer Altersbeschränkung. Auch diese Funktion finden Sie in den Einstellungen des App- oder Play-Stores. Auf diesem Weg verhindern Sie mögliche Kostenfallen.
  • Prüfen Sie App-Berechtigungen gemeinsam mit Ihrem Kind. Deaktivieren Sie beispielsweise Standortfreigaben für Apps, die keinen Zugriff auf den Standort des Kindes benötigen. Den Zugriff auf solche sensiblen Daten sollten Sie nur äußerst behutsam freigeben.
  • Besprechen Sie eine mögliche Bildschirmzeit mit Ihrem Kind. Legen Sie diese dann ggf. in den Einstellungen des Smartphones oder Tablets fest. So behalten Sie und Ihr Kind einen besseren Überblick.
  • Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind über Online-Erlebnisse, Risiken im Internet sowie ein respektvolles Verhalten im Netz.

 

Auf der Website des BSI finden Interessierte auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einrichten von Jugendschutzeinstellungen sowie weitere Informationen rund um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet. Für Pädagoginnen und Pädagogen stellt das BSI zudem einsatzbereites Unterrichtsmaterial im Rahmen des Medienpakets „Cybersicherheit für 10- bis 14-Jährige“ zur Verfügung.

PM Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

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