Greenpeace zur wachsenden Zahl der Superreichen

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Mio. Euro) besitzen, ist im vergangenen Jahr um rund 1100 gestiegen. Rund 5000 Superreiche besitzen nach Berechnungen der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) mehr als ein Viertel (27,3 Prozent) des Finanzvermögens in Deutschland von 12,4 Billionen Dollar, also knapp 3,4 Billionen. Das zeigt die 26. Ausgabe des BCG “Global Wealth Report”. Für Greenpeace Finanzexperte Mauricio Vargas ein weiterer Beleg, dass Deutschland eine gerechteres Steuersystem braucht:

“Die durch den Irankrieg gestiegenen Energiepreise lassen Millionen Haushalte im Land ächzen, aber die Superreichen im Land werden auch jetzt immer noch reicher. Diese Folge eines ungerechten Steuersystems können viele Menschen zurecht nicht mehr nachvollziehen. Es kann nicht sein, dass Superreiche deutlich geringere Steuersätze zahlen als die hart arbeitende Mitte. Das birgt gesellschaftlichen Sprengstoff und vor allem raubt es dem Land den nötigen finanziellen Spielraum. Die Kommunen etwa stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand und können die nötigen Anpassungen nicht bezahlen, um die Bevölkerung vor den kommenden Hitzeperioden, Starkregen und Stürmen zu schützen.

Die breiten Schultern der Hochvermögenden, die maßgeblich zur Klimakrise beigetragen haben, müssen sich stärker als bisher an den Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor dieser Krise beteiligen. Die von Greenpeace vorgeschlagene ökologische Vermögensteuer für Superreiche würde der öffentlichen Hand jährlich mindestens 25 Milliarden Euro einbringen. Geld, das dort ankäme, wo es buchstäblich brennt: in den Kommunen, die sich für zunehmende Extremwetter rüsten und Hitze-Aktionspläne umsetzen müssen.”

Hintergrund: Den Greenpeace Vorschlag für eine ökologische Vermögenssteuer finden Sie hier.

PM Greenpeace Deutschland e.V.

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