BUND: „Instrumente für den Flächenschutz sind lange bekannt“

Ministerpräsident Kretschmann und Umweltministerin Walker haben am Rande der Landespressekonferenz am 5. März in Stuttgart beklagt, dass ihnen die Instrumente zur Eindämmung des Flächenverbrauchs fehlen.

Dazu kommentiert Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg: „Der Flächenverbrauch ist eine wesentliche Ursache für den Verlust der biologischen Vielfalt. Ich bin überrascht, dass die Landesregierung weiterhin behauptet, dass ihr die Instrumente zur Eindämmung des Flächenverbrauchs fehlen. 2021 hat Grün-Schwarz das Ziel der Netto-Null beim Flächenverbrauch im Koalitionsvertrag verankert. Drei Jahre sind seitdem vergangen. Die notwendigen Instrumente sind lange bekannt und müssen nur umgesetzt werden. Zentral sind: interkommunale Gewerbeflächenpools, Festlegung von Mindestbebauungsdichten für Wohngebiete und Flächenkontingente, die handelbar sein können. Die Landesregierung muss nun endlich ins Machen kommen.“

Hintergrund:

Da die Landesregierung bislang keine sichtbaren Maßnahmen zum Flächenschutz ergriffen hat, hat das breite Bündnis „Ländle leben lassen“, bestehend aus über 20 Naturschutz- und Bauernverbänden, am Freitag, den 1. März, über 50.000 Unterschriften gegen Flächenverbrauch an Landtagspräsidentin Muhterem Aras übergeben. Auf diesen Volksantrag und die Flächenschutzziele der Landesregierung angesprochen, beklagte Ministerpräsident Kretschmann bei der heutigen Landespressekonferenz, es fehle an Instrumenten für eine wirksame Umsetzung.

Mehr Informationen

Webseite des Bündnis Ländle leben lassen: https://www.laendle-leben-lassen.de/

PM Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

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