- Stadtverwaltung drängt auf Umsetzung der genehmigten Maßnahmen
- Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia stellt sich hinter die betroffenen Bürgerinnen und Bürger
Die anhaltenden Geruchsbelastungen durch die Biogasanlage im Gewerbepark Schwäbische Alb sorgen weiterhin für erhebliche Beschwerden bei Bürgerinnen und Bürgern im Geislinger Stadtbezirk Türkheim sowie bei Beschäftigten im Gewerbepark. Nachdem die Stadtverwaltung seit vielen Wochen zahlreiche Beschwerden erreicht haben, hat sich Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia persönlich an das Regierungspräsidium Stuttgart und an die Geschäftsführung des Anlagenbetreibers gewandt.
„Die Menschen in Türkheim leben seit vielen Jahren mit dieser Situation. Wenn Bürgerinnen und Bürger gerade während sommerlicher Temperaturen ihre Fenster nachts geschlossen halten oder ihre Gärten nur eingeschränkt nutzen können, weil die Geruchsbelastung zu stark ist, dann müssen wir diese Sorgen sehr ernst nehmen“, erklärt Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia. „Ich stehe hier klar an der Seite der Türkheimerinnen und Türkheimer. Sie dürfen erwarten, dass nach so vielen Jahren endlich eine spürbare und nachhaltige Verbesserung erreicht wird.“
Die Geruchsproblematik ist bereits seit vielen Jahren bekannt. Eine im Jahr 2018 durchgeführte Rasterbegehung hatte die Biogasanlage als wesentliche Verursacherin der Geruchsbelastungen identifiziert und Überschreitungen der zulässigen Geruchsstundenhäufigkeiten im Gewerbepark festgestellt.
Für Verbesserungsmaßnahmen an der Anlage liegt seit September 2024 eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung vor. Nach den darin enthaltenen Vorgaben ist das Vorhaben innerhalb einer Frist umzusetzen, die demnächst endet.
Angesichts dieses nahenden Termins hat Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia nun sowohl gegenüber dem Regierungspräsidium Stuttgart als zuständiger Behörde als auch gegenüber dem Betreiber deutlich gemacht, dass die Stadt eine zügige Umsetzung der notwendigen Maßnahmen erwartet.
„Mir geht es ausdrücklich darum, jetzt eine Lösung zu erreichen“, betont Ignazio Ceffalia. „Es hilft den Menschen in Türkheim nicht, wenn wir uns gegenseitig Schuldzuweisungen machen. Entscheidend ist, dass die vorgesehenen technischen Verbesserungen umgesetzt werden und am Ende auch tatsächlich zu einer deutlichen Reduzierung der Geruchsbelastung führen.“
Gleichzeitig erwartet der Oberbürgermeister, dass die Interessen der betroffenen Bevölkerung bei den weiteren Entscheidungen konsequent berücksichtigt werden.
„Wir haben Verständnis dafür, dass technische und genehmigungsrechtliche Verfahren komplex sein können. Nach der langen Vorgeschichte ist aber ebenso verständlich, dass die Geduld vieler Türkheimerinnen und Türkheimer erschöpft ist“, so Ignazio Ceffalia. „Ich werde deshalb weiter nachdrücklich darauf drängen, dass jetzt gehandelt wird. Für mich zählt am Ende nicht die Ankündigung einer Verbesserung, sondern dass die Menschen diese Verbesserung vor Ort tatsächlich wahrnehmen.“
Die Stadtverwaltung bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger weiterhin darum, konkrete Geruchsereignisse möglichst mit Datum und Uhrzeit zu melden. Diese Meldungen werden dokumentiert und an die zuständigen Stellen weitergegeben.
„Die Türkheimerinnen und Türkheimer können sich darauf verlassen, dass ihre Stadt hinter ihnen steht. Ich werde das Thema persönlich weiterverfolgen und gegenüber allen Beteiligten auf eine schnelle und dauerhafte Lösung drängen“, sagt der Oberbürgermeister abschließend.
PM Stadt Geislingen an der Steige