Eislinger Biotopverbundplanung auf der Zielgerade – AG Umwelt begrüßt das Maßnahmenpaket

Die Biotopverbundplanung für die Stadt Eislingen liegt im Entwurf jetzt vor. Das beauftragte Planungsbüro StadtLandFluss hat die Fachplanung in der AG Umwelt vorgestellt.

Bei einem Informationsabend im Januar wurde der Bürgerschaft die Biotopverbundplanung vorgestellt. Den weiter ausgearbeiteten Entwurf der Biotopverbundplanung hat das Planungsbüro nun der AG Umwelt vorgestellt. Die AG Umwelt ist ein beratendes, zweimal jährlich tagendes Gremium und setzt sich aus Vertretern des Gemeinderats, der örtlichen Natur- und Umweltschutzverbände, der Landwirtschaft sowie aus Vertretern der Fachbehörden zusammen.

Ziel der Biotopverbundplanung ist, vorhandene Lebensräume durch geeignete Landschaftselemente und -strukturen so miteinander zu verbinden, dass sie auch von wenig mobilen Tier- und Pflanzenarten als „Trittsteine“ genutzt werden können. So können sich die Tier- und Pflanzenarten weiter ausbreiten und die biologische Vielfalt bleibt erhalten. „Trittsteine“ sind zum Beispiel Kleingewässer oder Gehölzpflanzungen, Baumreihen, Hecken oder Blühstreifen entlang der Äcker.

Der für Eislingen erstellte Biotopverbundplan benennt, wo Verbindungen zwischen abgesonderten Biotopflächen entstehen oder verbessert werden sollten. Der Plan zeigt für Eislingen räumliche Handlungsfelder für konkrete Maßnahmen auf – insgesamt 299 Einzelmaßnahmen. Diese verfolgen verschiedene Ziele, wie zum Beispiel den Erhalt und die Ergänzung von Streuobstbeständen, Förderung umweltschonender Grünlandnutzung, Mistelbekämpfung, Erhalt von FFH-Mähwiesen oder auch die Herstellung eines gestuften, artenreichen Waldrandes.

Der AG Umwelt wurden die Maßnahmen exemplarisch vorgestellt und fachlich diskutiert. In Eislingen sehen die Planer vor allem im Erhalt von FFH-Mähwiesen, der Ergänzung von Streuobstbeständen sowie der Bekämpfung von Mistelbefall Handlungsbedarf. Dabei schlagen sie ganz praktische Lösungen vor, wie die gesammelte Entsorgung von Schnittgut oder auch die gemeinschaftliche Bekämpfung von Misteln an Obstbäumen.

Der überwiegende Teil der vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen soll auf städtischen Grundstücken umgesetzt werden. Wo aus fachlicher Sicht Maßnahmen auf privaten Flächen sinnvoll wären, soll die Umsetzung über freiwillige, honorierte Leistungen der Bewirtschaftenden erfolgen, außerdem können verschiedene Förderprogramme des Landes in Anspruch genommen werden. Die Umsetzung von Maßnahmen bleibt aber grundsätzlich freiwillig.

Die AG Umwelt sieht in den vorgestellten Maßnahmen einen großen Mehrwert für Eislingen und begrüßt die Planung daher sehr. Die Biotopverbundplanung wird im Oktober erst im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) und dann am 19.10.2026 im Gemeinderat final vorgestellt. Sofern der Gemeinderat die Planung beschließt, können auf Grundlage dieser Planung Einzelmaßnahmen auf der Gemarkung Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Foto (Bildquelle: Stadt Eislingen): Artenreiche Blühstreifen stellen einen wichtigen Baustein des Biotopverbundes dar. Sie ermöglichen die Ausbreitung und den Austausch vieler Tier- und Pflanzenarten

PM Stadtverwaltung Eislingen

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