„Wir wollen die dauerhafte Leistungsfähigkeit Salachs erhalten“, sieht der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Salach, Werner Staudenmayer, als finanzielles Motto für Solidität im Gemeinde- Haushalt. „Salach wächst. Und da heißt es auch: Machen!“ stellte dem Gemeinderat Alexander Gaugele als zweite Devise für die bauliche Entwicklung zur Seite. Der Anlass: die Versammlung des ‚Kommunalen Forums der SPD‘ unter dem Titel ‚Zwei Jahre nach dem Start – erste Bilanz im Gemeinderat‘.
Sorgfältig hatten sich fünf der Gemeinderäte in der Fraktion mit kurzen Impuls-Präsentationen auf den Abend im ‚Glashaus‘ vorbereitet. Zu den kommunalen Schlüsselthemen Haushalt, Bauen, Mobilität, Umwelt, Wirtschaft und öffentliche Sicherheit. Enttäuschung deshalb, dass in die öffentlich breit angekündigte Veranstaltung nur zwölf Teilnehmer fanden. GR Peter Hofelich, der auch im Leitungsteam des Kommunalen Forums ist: „Das macht schon nachdenklich über die Einstellung unserer Bürgerschaft“. Für die SPD-Fraktion bleibt aber als gewählte Bürgervertreter die Linie: Information und Position über die gesamte Wahlperiode. Nicht allein auf bloße Bekanntheit oder folgenloses Spektakel zum Wahltag bauen, sondern nachhaltiges und fleißiges Engagement über fünf Jahre pflegen.
Die angeregte Diskussion unter den Versammlungsteilnehmern machte denn auch Mut.. Es gab positive Stimmen: „Wir bedanken uns für die Kreisel an der alten B10. Die Hauffstraße ist ruhiger geworden. Auch der fertiggestellte Steg ins Dugendorf und der Radweg sind positiv“, lobte eine Anwohnerin. Aber auch Kritisches: „Die Hauptstraße wird fast zum rechtsfreien Raum, etwa bei der Überquerung mit Kinderwägen. Warum wird nicht besser kontrolliert?“ Und der Rückstand Salachs bei Fahrradwegen: Innerörtlich sowieso. Aber auch der Verbindungsweg zwischen dem Nordwesten Salachs und dem Ösch in Eislingen. Dieser brauche sichere Bedingungen für Schüler und Freizeitradler, insbesondere durch eine Beleuchtung.
Marktplatz wird angenommen!
Zufrieden zeigte sich Alex Gaugele mit der Entwicklung des Marktplatzes: „Mit jeder kleinen Maßnahme wird er attraktiver!“. Anträge der SPD haben hier Bewegung gebracht. Seit neuem gibt es mehr Marktstände am Donnerstag. Die Beleuchtung wird besser. Eine Ladestation, Trinkwasserspender und Wasserspiele für Kinder sind weitere in den Gemeinderat eingebrachte Gedanken.
Und Wohnungen?: Baulücken werden geschlossen. Das Leerstands-Management, von der SPD einstmals gefordert, ist ein Erfolg (Platz 4 im Land bei der Inanspruchnahme des Landesprogramms). Bauprojekte bringen u.a. an der Zeppelinstraße und der Friedrichstraße größere Zahlen an Wohneinheiten. Offen bleibt bislang die Zukunft der Krautländer nach dem Verzicht auf das Gemeinschaftszentrum und die Zukunft des ‚Alten Gaswerks‘. Die SPD-Fraktion werde „dran bleiben“, weil günstiger und zentrumsnaher Wohnraum elementar ist.
Mittlere Hauptstraße mit Tempo 30 und Straßenraumgestaltung muss jetzt kommen!
Danach machte GR Professor Markus Ledermann in seinem Impuls ‚Mobilität‘ deutlich gemacht, wofür sich die SPD-Fraktion einsetzt: „Die Hauptstraße ist eine Kreisstraße. Sie ist aber besonders im mittleren Abschnitt auch wichtiger innerörtlicher Verkehrsraum, Begegnungsraum für Bürger und Geschäftsraum für den Mittelstand. Der Zustand heute ist nicht zufriedenstellend“. Man dränge darauf, daß das Strassenbauamt die eingeplante Sanierung der Fahrbahn im mittleren und nördlichen Teil nun bald beginnt. Gemeinde und Kreis können dann parallel die Gestaltung des gesamten Straßenraumes, einschließlich Verweilpunkten, Parkbuchten und Begrünung, angehen. Und noch früher sollte das Tempo 30 und das einseitige Parkverbot kommen. Warum ist diese lange vorgetragene Forderung der SPD nicht umgesetzt, wurde gefragt. Weil die dafür nötige Verkehrsschau des Landkreises Terminnot hat. Die SPD-Fraktion drängt weiter. Teil 2 der Kreisstraßen-Sanierung wird dann der südlichen Hauptstraße mit einer sanierten Filsbrücke geplant ab 2029 und Folgejahren gelten.
Dass der Halbstundentakt auf der Schiene erreicht ist, eine S-Bahn ins Filstal bis Süßen dies wertvoll zum 20-Minuten-Takt ergänzen soll, fand Zuspruch. Unzufrieden ist die Fraktion mit der Busanbindung, sowie der Zoneneinteilung im Verbund und kritisiert dafür die Kreisverkehrsplanung und den VVS.
Dynamischer Gewerbestandort: ein Muss für Salach
„Unser Salach ist auf gute Arbeitsplätze und starkes Gewerbe angewiesen. Die letzten Jahre zeigen Licht und Schatten“, führte GR Peter Hofelich mit seinem Impuls in die Wirtschaftsförderung ein. Dass das Gewerbegebiet an der Lautertalstraße sich wegen hoher Erschliessungskosten derzeit nicht mit den Interessenten realisieren lasse, sei sehr bedauerlich. „Wir haben dafür, angesichts von Widrigkeiten bei neuen Gewerbegebieten anderswo, in Salach überzeugend geworben. Und nun das“. Gut, dass für das ehemalige Papierfabrikgelände nun ein vielversprechender Investor da sei. Die grundsätzliche Stärke bei Maschinenbau und Kfz-Zulieferern in Industrie und Handwerk sei positiv, brauche in der ‚Gemeinde mit Standort-Gunst‘ aber eine weitere Auffächerung mit neuen Wachstums-Branchen, auch mit Existenzgründungen und -ausgründungen.
Im Schachenmayr: Bleibendes Engagement der Gemeinde vonnöten!
„Wir wünschen uns Gewerbe und Kultur zusammen in den Gebäuden Eduardstraße 41 und 43 im Schachenmayr-Areal. Das kann eine tolle Location werden“, motivierte GR Andi Tramacere. Nun komme ein 2-stufiges Vergabeverfahren für Interessenten der Gebäude, die kaufen oder in Erbpacht gehen können. „Als Gemeinde sollten wir aber immer einen Fuss drin haben“. Öffentliche Nutzungsmöglichkeiten bieten sich nach dem Aus für das Gemeinschaftszentrum mehrere an, von der VHS über Proberäume bis zu Kindertageseinrichtungen, wie dem Familientreff. Er brach dabei auch eine Lanze für die Jugend, „für welche wir gerade bei den etwas Älteren bis hin zu 20, uns auch für Angebote zu ihren Gunsten stark machen sollten!
PM SPD Salach