Meinung: Politisches Spiel nun auch um Ostalb – Kliniken

Politische Gremien wirken nach außen gerichtet zunächst mal gut strukturiert, wirft man jedoch einen Blick hinter die Kulissen, fallen oftmals große Defizite auf. Die Ursachen sind vielfältig, dabei kann es sich um lange Kommunikationswege, veraltete Verfahren oder eine schlechte Organisation in vorhandenen Strukturen handeln. Aber auch die politische Richtung, und die Zusammensetzung der Parlamente, nebst deren Beschlüsse, sorgen häufig für Unverständnis bei den Bürgern.

Nach Jahrzehnten hauptberuflicher Tätigkeit als Rettungsfachkraft in der Schwäbisch Gmünder und Göppinger Notfallrettung, sind mir grundlegende Strukturen für ein funktionierendes Gesundheitswesen halbwegs bekannt.

Aber auch die topographischen und geographischen Lagen sind bei Festlegung neuer Klinikstandorte unbedingt zu berücksichtigen.

Das „politische Spiel“ um die Schließung der Geislinger Helfensteinklinik, dass ich über Jahre verfolgen konnte hat deutliche Spuren hinterlassen, und große Bevölkerungsteile massivst verunsichert.

Die Schließung von Kliniken in Mutlangen , Aalen oder Ellwangen, und den Neubau eines Zentralklinikums sehe ich bei subjektivem Empfinden, aber auch bei objektiver Betrachtung zumindest mal kritisch – ggf. auch zum Nachtteil vieler Menschen im Ostalbkreis.

Doch unabhängig davon, was die Ursache anstehender Vorgehensweisen ist, sicher ist, dass sie schwere Folgen für das Volkswohl nach sich ziehen können. Wenn in einem Land, dass der Entwicklung nicht schnell genug folgen konnte, die sozialen Strukturen zum Schutz von Gesundheit und Leben unzureichend sind, dann mag es daran liegen, dass politische Systeme versagt haben, und zweckgebundene Gelder in dunkle Kanäle fließen. Im wohlhabenden und zivilisierten Deutschland, wirft der Sachverhalt des zögerlichen Bevölkerungsschutzes im Rahmen der Daseinsvorsorge schon ein bedenkliches Licht auf die politisch Verantwortlichen. Als Beispiel steht das reiche Bundesland Baden Württemberg!

Davon abgesehen ist im Gesundheitswesen nicht alles in Zahlen zu fassen und einer Kosten – Nutzung – Analyse zu unterwerfen, was zur Rettung von Gesundheit und Menschenleben notwendig ist und somit dem Wohl und der Gesundheit der Bürger dient. „Das Beste ist des Guten Feind“ so könnte die Maxime lauten!

Wenn Kostenträger und Politik dazu verpflichtet sind, verantwortungsbewusst mit den Geldern der Versicherten umzugehen, dann sind diese erst recht dazu verpflichtet verantwortungsbewusst für die Bereitstellung funktionierender  Systeme zum Erhalt der Gesundheit und des Lebens der Versicherten zu sorgen. Zu einem „angemessenen Lebensunterhalt“ gehört auch die adäquate notfallmedizinische Versorgung durch die Rettungsdienste, Kliniken, und Notärzte, die so gestaltet sein muss, dass Menschenleben nicht durch deren Aufbau- und Ablauforganisation gefährdet werden.

Entscheidungsträger sollten sich nicht nur an gutachterlichen Meinungen orientieren, sondern inbesondere auch an den Aussagen kompetenter Mediziner, die über jahrelangem Einblick in gegebene Strukturen verfügen.

Abschließend bemerkt; Gutachterliche Meinungen sind gesicherten Erkenntnissen nicht gleichzustellen- denn diese stellen lediglich die Meinung der Gutachter dar!

Alfrd Brandner

Schwäbisch Gmünd

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