Klimastreik: Für Energiewende, Klima- und Artenschutz auf die Straße – NABU Baden-Württemberg ruft Mitglieder zur Teilnahme am 23.9. auf

Der NABU Baden-Württemberg ruft seine mehr als 120.000 Mitglieder im Land auf, am Freitag, 23.9., gemeinsam mit der Fridays-for-Future-Bewegung auf die Straße zu gehen. „Wir machen Druck und setzen uns gemeinsam mit vielen Tausend Menschen für eine wirksame Energiewende ein, die Klima- und Artenschutz gemeinsam denkt. Neben sozialer Ungleichheit und Armut erschüttern diese beiden Krisen unsere Welt. Das Aussterbetempo ist enorm und das 1,5-Grad-Ziel ist nur noch zu erreichen, wenn rasch alle Register gezogen werden. Sonst droht ein Szenario, das über Klima-Kippunkte unkontrollierbar das Weltklima immer weiter verändert. Wir müssen jetzt handeln“, mahnt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.

Klimakrise bedroht seltene Arten

„Klimaschutz ist direkter Artenschutz“, betont der NABU-Landeschef. Der Klimawandel bedroht die Lebenswelt vieler heimischer Arten, besonders von Amphibien wie der Gelbbauchunke. Aber auch seltene Vogelarten wie der Trauerschnäpper oder Insekten wie die Hochmoor-Mosaikjungfer sind zunehmend gefährdet.

Der NABU geht deshalb bundesweit gemeinsam mit Klimaschutzaktiven in 208 Städten und Gemeinden auf die Straße, um ein starkes Zeichen für das Ende fossiler Energien zu setzen. „Unser Kinder und Enkel haben ein Recht auf eine artenreiche und vielfältige Welt, die lebens- und liebenswert ist. Dafür müssen wir alle aktiv werden und klimaschädliche Aktivitäten einschränken. Es gibt viele Möglichkeiten, einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wer klimafreundlich reist, weniger oder kein Fleisch isst und Energie spart, gewinnt neue Erfahrungen dazu“, so Enssle.

Naturschutz und Klimaschutz gehören zusammen, denn einige Lebensräume, wie Wälder und Moore, sind wichtige CO2-Speicher und zugleich von der Klimakrise bedroht. Der NABU fordert daher die Landesregierung auf, klimaschädliche Investitionen zu stoppen und eine naturverträgliche Energiewende schneller voranzutreiben. Bis 2040 klimaneutral zu werden, sei nur zu schaffen, wenn Land, Kommunen, Unternehmen und Privatleute an einem Strang ziehen.

Hintergrund:

Klimastreik ist Artenschutz (#KlimaschutzistArtenschutz): Die folgenden drei Arten stehen exemplarisch für alle Klimawandel-Verlierer im Land.

Trauerschnäpper:

Durch den Klimawandel setzt der Frühling bei uns früher ein. Dadurch leidet der Trauerschnäpper, der als Langstreckenzieher noch in Afrika ist, wenn die besten Brutplätze in Baden-Württemberg durch Kurzstreckenzieher besetzt werden. Die können bei einem Wetterumschwung schneller in ihre Brutgebiete zurück.

Gelbbauchunke:

Die Gelbbauchunke ist eng an den Lebensraum Wasser gebunden. Dabei reichen ihr bereits Pfützen, kleine Wassergräben oder mit Wasser gefüllte Reifenspuren zum Laichen, die bei Dürreperioden besonders schnell austrocknen.

Hochmoor-Mosaikjungfer:

Wasserführende Lebensräume sind besonders stark von dem Klimawandel betroffen. Moorlandschaften weisen eine einzigartige Artenvielfalt vor und speichern, ganz nebenbei, jede Menge Kohlenstoff.

Treffpunkte im Südwesten für den Klimastreik von Fridays for Future „Fürs Klima und die Gerechtigkeit!“ sind u. a. in Stuttgart (Wasserspiel Marienplatz, 13:45 Uhr), Tübingen (Uhlandstraße, 11:00 Uhr), Karlsruhe (City Park, 11:30 Uhr), Mannheim (Ehrenhof, 17:00 Uhr) oder

Heilbronn (Bollwerksturm, 12:00 Uhr). Die Veranstalter bitten um die Einhaltung folgender Corona-Regeln: Abstand halten, keine großen Gruppen bilden, Medizinische oder FFP2-Maske tragen und am besten geimpft, getestet oder genesen kommen.

Mehr Infos unter www.klima-streik.org sowie https://mitmachen.nabu.de/de/klimastreik   

NABU zur Energiewende: www.NABU-BW.de/umwelt-und-leben/klima-und-energie/index.html

Der NABU Baden-Württemberg ist mit mehr als 120.000 Mitgliedern und 230 Gruppen vor Ort der mitgliederstärkste Umweltverband in Baden-Württemberg. Er engagiert sich aktuell vorwiegend in drei Handlungsfeldern, den NABU-Schwerpunkten: Naturverträgliche Landwirtschaft, Mehr Naturvielfalt in Stadt und Dorf sowie Naturverträgliche Energiewende. Der NABU möchte Menschen dafür begeistern, sich für die Natur einzusetzen – unter anderem mit bekannten Aktionen wie „Stunde der Gartenvögel“ und „Batnight“.  www.NABU-BW.de twitter.com/Naturschutzbund / facebook.com/NABU.BW

 

PM NABU (Naturschutzbund Deutschland), Landesverband Baden-Württemberg e. V.

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