Schwalbenhaus in Faurndau aufgestellt

Um dem stetigen Abwärtstrend der Mehlschwalbenbestände entgegenzuwirken, hat die Stadt Göppingen in Faurndau in der Grünanlage beim Alten Rathaus ein Schwalbenhaus mit 44 Nistplätzen errichten lassen. Diese neue ‚Wohnanlage‘ für diese besonders geschützte Vogelart wurde vom Landratsamt über Ausgleichsmittel als Pilotprojekt finanziert.

Gründe für den starken Rückgang dieser Art sind vielseitig: der Abriss alter Gebäude, energetische Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, moderne Fassadenmaterialien, die ungeeignet für den Nestbau sind und nicht zuletzt auch der Mangel an geeignetem Nistmaterial (Wege mit Lehmpfützen). Die Bedeutung von künstlichen Nisthilfen für die Mehlschwalben nimmt deshalb erheblich zu.

Noch sind einzelne Mehlschwalben-Nisthilfen an privaten Gebäuden zu beobachten, doch die Bereitschaft für die Anbringung wird immer geringer. Hauptgrund ist die Verschmutzung/Beeinträchtigung der Fassade. Deshalb versucht man jetzt, dieses Defizit durch solche Schwalbenhäuser auszugleichen und hat hierbei in anderen Landkreisen zum Teil gute Erfahrungen gesammelt.

In Faurndau stehen die Chancen gut, dass die neue Behausung schon bald von den aus dem Süden zurückkehrenden Zugvögeln angenommen wird, da in dem alten, landwirtschaftlich strukturierten Ortskern noch ein Mehlschwalbenbestand vorhanden ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen zur Stabilisierung des Bestandes Erfolg zeigen und vielleicht schon dieses Jahr reges Treiben und fröhliches Schwalbengezwitscher in dieser Grünanlage zu vernehmen ist.

 

PM Stadtverwaltung Göppingen

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