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Ökologische Ostern – Der BUND hat Tipps für Osternester, Ostereier und kreative Geschenke.

Ökologische Ostern
Der BUND hat Tipps für Osternester, Ostereier und kreative Geschenke.

Bald ist Ostern. Wie bei vielen anderen Feiertagen nehmen auch an Ostern kleinere und größere Umweltsünden zu. Dazu gehören Eier aus fragwürdiger Haltung oder viel zu viele Geschenke und Deko-Artikel, die dann doch allzu oft in Kisten verstauben oder im Müll landen. Doch es geht auch umweltfreundlicher. Der BUND hat Tipps für ökologische und kreative Ostern.

Tipp 1: Natürlich Eierfärben!

Besonders viel Spaß macht es, Eier selbst zu färben. Benutzen Sie dafür rein pflanzliche Farben: Denn diese enthalten garantiert keine umwelt­schädlichen Chemikalien: Blaue Farbe gewinnen Sie aus getrockneten Heidelbeeren oder Holunderbeeren. Birkenblätter, Kurkuma oder Johanniskraut färben die Eier gelb. Spinat, Petersilie, Gras oder Brennnesseln grün. Für eine braune Färbung die Eier längere Zeit in einem Zwiebelschalensud legen oder in Kaffee oder Schwarztee kochen. Rotkohl sorgt für eine violette Färbung.

Holunderbeeren, Spinat oder Kurkuma etwa 30 bis 45 Minuten in einem Liter Wasser auskochen. Danach den Sud filtern. Ein Schuss Essig steigert die Farbkraft. Nach zehn Minuten im kochenden Sud sind die Eier beides – hart und gefärbt. Wenn Sie eine intensivere Färbung möchten, die Eier nach dem Abschrecken zurück in die Farbe legen. Gebrauchsfertige Naturfarben gibt es auch in Bioläden oder Apotheken.

Tipp 2: DiY Osternester und Osterdeko

Aus Naturmaterialien können Sie gut Osternester und andere Oster-Dekorationen selber machen. Do-it-yourself macht Spaß und produziert weniger Müll.

Für den Osterstrauß können Sie Seitentriebe von Laubbäumen verwenden. Auch frische neue Zweige von Goldfieder, auch als Forsythie bekannt, machen sich gut in unseren Wohnungen. Allerdings dürfen diese nicht aus dichten Hecken herausgeschnitten werden, denn hier finden Vögel ihre Nistplätze. Das Abschneiden von Weidenkätzchen ist generell verboten, weil sich davon im Frühjahr die Bienen ernähren.

Aus biegsamen Weidenzweigen können Sie Körbchen für die Osternester flechten. Als Ostergras in den Körbchen oder Nestern eignen sich Heu oder mit Pflanzen gefärbte Schafswolle, die es in Bioläden gibt. Auf keinen Fall dafür Moose ausgraben oder Wiesenstücke verwenden.

Damit keine „faulen Eier“ aus Käfighaltung oder krebserregende Farbstoffe im Osternest langen, sollten Sie genau hinschauen beziehungsweise selber färben.

Tipp 3: Ostereier – Je höher die Zahl, desto niedriger der Standard

Zwar setzt der Handel auf Druck der Verbraucher*innen verstärkt auf Transparenz. Und auf vielen Ostereier-Packungen informieren Hersteller mit freiwilligen Siegeln über die Haltung der Legehennen. Doch bei vielen fehlt die Kennzeichnung und diese stammen in der Regel von Hühnern aus Käfighaltung.

Wir empfehlen Bio-Eier zu kaufen und die Eier selbst zu färben. Nur mit der Ziffer „0“ gestempelte Eier garantieren den meisten Platz und Auslauf für die Tiere. Je höher die Zahl, desto geringer sind die Standards: Während die Ziffer „1“ noch Freilandhaltung ausweist, leben die Hühner bei „2“ („Bodenhaltung“) schon sehr beengt und ohne Auslauf,  bei „3“ leben 13 Tiere auf einem Quadratmeter.

In Deutschland werden noch immer 11 Prozent der Legehennen in solchen Drahtkäfigen gehalten. In verarbeitenden Produkten ist der Anteil von Käfigeiern noch höher: Aufgrund von EU-Importen stammen unabhängigen Schätzungen zufolge etwa die Hälfte von Käfighennen. Da diese ebenfalls nicht gekennzeichnet werden müssen, ist es ratsam, bei eierhaltigen Lebensmitteln, wie Gebäck, Nudeln oder Eierlikör nur kontrollierte Biolebensmittel zu kaufen.

Tipp 4: Besser schenken: bedacht und nachhaltig!

„Oh, ähm, danke! Das … habe ich mir ja schon immer gewünscht … nicht …!“ Wer hat sich das schön öfter gedacht, nachdem er etwas geschenkt bekommen hat? Noch eine Vase, noch einen Lippenstift, …? Zu Ostern ist es mittlerweile Tradition geworden, neben versteckten Schokoeiern noch was anderes dazu zu schenken. Doch besser ein Geschenk wählen, das sinnvoll ist und das man/frau gebrauchen kann.

Da muss man vielleicht erst mal nachfragen, was das sein könnte. Fährt er oder sie gerne mit der Bahn? Wie wäre es also mit einer BahnCard? Der Coffee-to-go muss doch irgendwie jeden Morgen drin sein? Dann wäre ein schöner Thermo-Becher eine gute Idee!

Ideen für das Osterkörbchen

  • Naturkosmetik
  • Stoffbeutel zum Einkaufen
  • eine gute Vesperbox oder einen nachhaltigen Lunchbeutel für die Brotzeit
  • selbstgemachte Bienenwachstücher

Das schönste, was man schenken kann …

… ist sowieso gemeinsame Zeit – für einen langen Spaziergang oder einen Ausflug ins Grüne, zusammen kochen oder einen Spielenachmittag – zu dem auch Oma und Opa, die alte Dame von nebenan oder die Nachbarskinder eingeladen sind …

 

PM Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Baden-Württemberg e. V.

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