Der „Tag der Fische“ am 22. August macht auf den Schutz bedrohter Fischarten in Meeren, Flüssen und Seen aufmerksam. Er weist auf die Krise der Fischerei hin und ruft zu mehr Klimaschutz, nachhaltigem Fischfang und bewusstem Fischkonsum auf. Slow Food zeigt in diesem Jahr mit zwei Veranstaltungen – einem Forellenhofbesuch in der Lüneburger Heide und einem Festival im Saarland -, wie eine Alternative aussehen kann: Fisch aus naturnaher Teichwirtschaft und heimischen Gewässern.
Mit diesen Aktionen setzt Slow Food ein klares Zeichen für ökologisch verantwortungsvolles Essen, regionale Wertschöpfung und echten Genuss. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher dafür zu sensibilisieren, dass nachhaltige Qualität direkt vor der eigenen Haustür beginnt – und dass die regionale Küche weit mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vermutet.
Betriebsbesichtigung, Fischwissen und Leckeres von der Forelle
Am Samstag 22. August 2026 ist Slow Food Deutschland zu Gast bei der Bio-Forellenzucht Benecke in Jelmstorf (bei Bad Bevensen, Lüneburger Heide), einem Familienbetrieb, deren Vorfahren bereits vor über 100 Jahren in der Fisc
hwirtschaft aktiv waren. Seit 1980 widmen sich die Eltern der heutigen Leiterin, Katharina Benecke, der naturnahen Aufzucht von Fischen – seit 2010 unter dem Naturland-Siegel. Neben der Fischzucht führt die Familie auch einen Verarbeitungsbetrieb, in dem Bio-Fische in Handarbeit zu Delikatessen veredelt werden.
Programm:
• Beginn: ab 13:00 – 16:00 Uhr
• Betriebsvorstellung und kleine Besichtigung der Forellenzucht
• Catering: geräucherte Forelle, kleine Häppchen, Kartoffelsalat, Getränke
Referent*innen:
• Katharina Benecke, Forellenhof Benecke – Betriebsvorstellung
• Manfred Kriener, Bestseller-Autor („Fisch in Seenot“) – Spannendes über die Forelle
• Gert Dirkwinkel, Leitung Fischkommission Slow Food Deutschland – Fakten rund um den “Tag der Fische”
• Yannick Rohrer, Projektleiter Aquakultur Fair Fish (Schweiz) – Aquakultur und Fischwohl
• Claudia Nathansohn, Slow Food Deutschland – Das Slow-Food-Bildungsprojekt „Green Spoons“, Fokus Teichwirtschaft.
Alle Informationen finden Sie >>HIER:
Die „Fischtime“ in Saarland feiert die Vielfalt regionaler Fischarten
Rund um den “Tag der Fische” veranstaltet Slow Food Saarland auch in diesem Jahr die “Fischtime”. Vom 14. bis zum 30. August 2026 rückt Slow Food köstliche und nachhaltige Alternativen zu importiertem Fisch aus aller Welt in den Fokus. Unsere teilnehmenden Betriebe zeigen, wie vielfältig und hochwertig Fische aus heimischen Gewässern sind – frisch, regional und ohne lange Transportwege. Gleichzeitig präsentieren Restaurants und Gasthäuser die ganze Bandbreite unterschiedlicher Zubereitungs- und Garmethoden und setzen diese besonderen Produkte kreativ und genussvoll in Szene. Begleitend dazu laden verschiedene Veranstaltungen dazu ein, mehr über regional erzeugte und nachhaltig bewirtschaftete Fischbestände sowie ihre Artenvielfalt zu erfahren und ihr kulinarisches Potenzial besser kennenzulernen.
14 Restaurants und Gasthäuser präsentieren in diesem Zeitraum kreative und abwechslungsreiche Gerichte, die die Vielfalt der regionalen Fischküche widerspiegeln. Von traditionell interpretierten Klassikern bis hin zu modernen, innovativen Kreationen zeigen die Küchen ihr Können und beweisen, wie facettenreich nachhaltiger Genuss sein kann. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Herkunft der Fische, sondern auch die große Bandbreite an Zubereitungsmöglichkeiten, die regionale Produkte in ihrer besten Form zur Geltung bringt. Weitere Informationen finden Sie >>HIER;
das Festivalprogramm mit allen teilnehmenden Restaurants steht >>HIER zur Verfügung.
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“Tag der Fische”, Hintergrund
In Deutschland sind die Nordsee und vor allem die Ostsee durch vielerlei Ursachen in besorgniserregendem Zustand. Um unseren Fischkonsum zu decken, müssen rund 85 Prozent der von uns verspeisten Fische importiert werden – auch aus Ländern und Regionen, in denen Fisch die wichtigste Proteinquelle darstellt und dort zur Ernährungssicherheit beiträgt. Nachhaltigen Fisch zu finden und zu kaufen ist für Verbraucher*innen oftmals keine leichte Aufgabe: Viele Fische, die man im Supermarkt findet, stammen aus überfischten Beständen. Und die verschiedenen Label für nachhaltigen Fischfang sind nicht durchweg transparent.
Als Alternative zur Überfischung wilder Arten ist weltweit die Aquakultur auf dem Vormarsch. Konventionelle Aquakulturen zerstören aber oft traditionelle Ökosysteme und sind mit der Massentierhaltung in der Landwirtschaft vergleichbar: Auch hier finden sich oft hohe Besatzdichten und der Einsatz von Antibiotika. Lokale Betriebe mit Forellenzucht und die extensive Teichwirtschaft bieten eine nachhaltige Alternative!
Keine Zeit, die Veranstaltungen zu besuchen, aber Interesse für das Thema?
Die Slow-Food-Fischkommission steht Ihnen für tiefgehende Informationen zur Verfügung. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: presse@slowfood.de.
Tipps für den nachhaltigen Fischgenuss finden Sie >>HIER.
PM Slow Food Deutschland e. V.