Am Sonntag, 26. Juli 2026 lädt die Wilhelmaschule im Rahmen der Wilden Wochenenden zum Thementag Amphibien und Reptilien ein. Unter der Anleitung von Zoopädagoginnen und Zoopädagogen gibt es an mehreren Stationen und einer Leseecke viel zu entdecken: Von Schlangen- und Froschhäuten bis hin zu Krokodileiern. Bei einem Quiz kann man sein neu erworbenes Wissen austesten. Mit vor Ort ist die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e. V., die ein von der Wilhelma finanziell unterstütztes Schutzprojekt für Meeresschildkröten in Kenia vorstellt und eine kreative Bastelaktion für Kinder anbietet.
Obwohl sich einige Amphibien und Reptilien auf den ersten Blick ähneln, handelt es sich um zwei komplett verschiedene Klassen von Tieren. Zu den Amphibien zählen beispielsweise Frösche, Kröten und Molche. Die meisten von ihnen sind auf feuchte Biotope angewiesen. Ihre dünne, empfindliche und drüsenreiche Haut schützt sie vor Krankheiten und unterstützt auch ihre Atmung. Zwar leben viele Arten einen Großteil des Jahres an Land – aber fast alle von ihnen legen ihren Laich im Wasser ab. Aus diesem schlüpfen zunächst die Kaulquappen. Diese atmen – ähnlich wie Fische – noch mit Kiemen und verwandeln sich durch Metamorphose in das vollständig entwickelte und lungenatmende Tier.
Zu den Reptilien gehören unter anderem Eidechsen, Warane, Krokodile, Schlangen und Schildkröten. Viele von ihnen sind an trockene Lebensräume angepasst. Ihr schützendes Schuppenkleid ermöglicht es einigen Arten sogar, extreme Wüstenregionen zu besiedeln. Andere, etwa Krokodile und viele Schildkröten, sind dagegen auf Gewässer angewiesen. Wie Amphibien legen auch die meisten Reptilien Eier. Es gibt jedoch zahlreiche Arten, bei denen die Jungtiere lebendgeboren werden oder bereits während der Eiablage schlüpfen.
Eines haben Amphibien und Reptilien gemeinsam: Sie sind wechselwarm – das heißt, ihre Körpertemperatur hängt unmittelbar von der Außentemperatur ab. Die Besucherinnen erfahren, wie genau die unterschiedlichen Arten an ihre jeweiligen Lebensräume angepasst sind und wie unterschiedlich ihre Entwicklung verläuft. Außerdem wird anschaulich vermittelt, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Bestände vieler Arten hat und wie ihre Lebensräume geschützt werden können.
Der Aktionstag findet in der Wilhelmaschule von 11.00 bis 17.00 Uhr statt. Es gibt mehrmals am Tag die Möglichkeit, einem echten Königspython und anderen Reptilien aus nächster Nähe zu begegnen. Wie bei allen Terminen der Wilden Wochenenden ist das Programm bereits im Eintritt in die Wilhelma enthalten.
Foto (Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann): Die mit Schuppen besetzte Haut gehört zu den Merkmalen der meisten Reptilien, z. B. des Riesengürtelschweifs aus Südafrika.
PM Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart