„Süßen stärkt seinen Nachwuchs: Selbstschutz im Ferienprogramm“

Schülerferienprogramme der Stadt Süßen sind seit vielen Jahren ein wertvoller Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit. Sie motivieren, stärken und vermitteln Fähigkeiten, die Kinder oft ein Leben lang begleiten. Seit fast drei Jahrzehnten engagiere ich mich pro bono in diesen Programmen – und seit einigen Jahren auch offiziell im Auftrag der Stadt Süßen mit speziellen Selbstschutzseminaren.

Auch 2026 begleite ich wieder mehrere Kindergruppen durch ein intensives, praxisnahes Training. Ein Kurs richtet sich ausschließlich an Mädchen – ein geschützter Rahmen, in dem sie ohne Hemmungen lernen können, sich zu behaupten und mutig aufzutreten.

Warum Selbstschutz für Kinder unverzichtbar ist

Die Vermittlung von Selbstschutzmaßnahmen ist seit nahezu 30 Jahren ein zentraler Bestandteil meiner präventiven Arbeit. Täglich erreichen mich Anfragen von Eltern, Lehrkräften und Entscheidungsträgern – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Bedarf ist.

Mein Ansatz verbindet:

  • Wissen aus der Notfallmedizin
  • jahrzehntelange Erfahrung im Rettungsdienst
  • fundierte Kenntnisse aus Kampfsport und Gewaltprävention
  • pädagogisch sensible Vermittlung

 

Kinder sollen lernen:

  • Gefahren frühzeitig zu erkennen
  • Grenzen klar zu setzen
  • Hilfe zu holen
  • sich im Ernstfall zu befreien und zu flüchten

Selbstschutz stärkt nicht nur Sicherheit, sondern auch Selbstbewusstsein und innere Haltung.

Didaktik: realistisch, kindgerecht, verantwortungsvoll

Zu Beginn jeder Veranstaltung werden die verschiedenen Formen von Gewalt besprochen – körperlich wie psychisch. Rollenspiele helfen, Situationen zu verstehen und angemessen zu reagieren.

Mein Grundsatz lautet: „Schützen – Befreien – Flüchten“

Ein klarer Dreiklang, der Kindern Orientierung gibt und Handlungssicherheit vermittelt.

Programminhalte

Theorie

  • Physische und psychische Gewalt
  • Verhalten bei Übergriffen
  • Verhalten bei Übergriffen durch Erwachsene

 

Praxis

  • Aufwärmen
  • Kleine Fallschule (optional)
  • Befreiung aus Halte-, Würge- und Schwitzkastengriffen
  • Abwehr gegen Haareziehen, Faustschläge und Tritte
  • Selbstschutz bei Übergriffen durch Erwachsene
  • Eins-zu-eins-Übungen ohne Körperkontakt
  • Fairer Wettkampf ohne Körperkontakt

 

Keine Brutalität – aber klare Handlungskompetenz

Kinder dürfen sich wehren, wenn sie angegriffen werden. Aber: Brutalität hat im Kinderalltag keinen Platz.

Deshalb vermittle ich:

  • deeskalierendes Verhalten
  • vorausschauendes Handeln
  • angemessene Abwehrmaßnahmen
  • Fluchtstrategien ohne Verletzungsabsicht

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – ihr Entwicklungsstand wird stets berücksichtigt.

Übergriffe durch Erwachsene – ein zentraler Schwerpunkt

Kinder lernen:

  • laut zu schreien
  • zu treten, zu beißen, zu kratzen, zu schlagen
  • sich schnell zu befreien
  • Passanten gezielt anzusprechen
  • in Schutzzonen zu flüchten (z. B. Geschäfte, Praxen)

Nach rund vier Stunden haben die meisten Kinder bereits ein deutliches Plus an Sicherheit, Mut und Handlungskompetenz.

Und Sie dürfen mir glauben – Kinder können das.

Termine & Ort

Sporthalle / Kulturhalle Süßen Sommerauweg 11 73079 Süßen

Die Kurse finden im Rahmen des Schülerferienprogramms im Juli und August statt. Anmeldung über die Website der Stadt Süßen oder direkt im Rathaus.

Alfred Brandner

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