Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb und der Landkreis Göppingen stärken ihre Zusammenarbeit: Am 2. April 2026 wurde im Landratsamt Göppingen eine neue Geopark-Infostelle eröffnet. Zu den regulären Öffnungszeiten können sich Besucherinnen und Besucher nun im Foyer des Landratsamts über den Geopark und die Geologie der Schwäbischen Alb informieren. Bestehendes Highlight ist ein 180 Millionen Jahre altes Fischsaurier-Fossil.
“Der Fischsaurier hier im Landratsamt ist ein Botschafter aus einer anderen Zeit. Als Landkreis wollen wir die geologischen Schätze der Schwäbischen Alb sichtbar machen. Umso mehr freue ich mich, dass sich unsere Besucherinnen und Besucher nun umfassend darüber informieren können”, sagte Landrat Markus Möller zur Einweihung. “Der Geopark macht Lust auf die Geologie in unserer Region. Und wir wollen Lust machen auf den Geopark. Die neue Infostelle ist deshalb ein klares Bekenntnis des Landkreises Göppingen zum Geopark”, betonte Landrat Markus Möller.
Um die erdgeschichtlichen Besonderheiten stärker sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Geopark zu vertiefen, wurde im Landratsamt Göppingen damit die inzwischen 25. Geopark-Infostelle eingerichtet. Der Vorsitzende des Geoparks, Bügermeister Ulrich Ruckh, ergänzte: “Die Infostellen dienen als Anlaufstelle für Informationen zur Erdgeschichte, zur Landschaftsentwicklung und zu den geologischen Besonderheiten des Landkreises innerhalb des Geoparks. Sie machen damit die erdgeschichtliche Vergangenheit der Region für Besucherinnen und Besucher sichtbar und verständlich.”
Der Landkreis Göppingen ist Teil des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb und besitzt zahlreiche geologische Besonderheiten und Fossilienfundstellen aus der Zeit des Jurameers. Besonders zu erwähnen ist der so geanannte Fischsaurierfriedhof in Eislingen an der Fils, der europaweit seinesgleichen sucht.
Infostellen als Netzwerk des Geoparks Schwäbische Alb
Geopark-Infostellen vermitteln die Erdgeschichte sowie die Landschaft und Kultur der Schwäbischen Alb. Jede Infostelle zeigt einen eigenen Themenschwerpunkt. Gemeinsam bilden sie ein Netzwerk im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Mit der neuen Infostelle ist der Landkreis Göppingen wieder Teil dieses Netzwerks. Die bisherige Anlaufstelle für Interessierte war das Naturkundemuseum Göppingen, welches aktuell leider geschlossen ist. Im Landkreis Göppingen liegen zudem die Geopoints Kalktuffterrassen Unterdrackenstein und Vulkanschlot Aichelberg; die Hausener Wand und weitere, geologisch interessante Orte sollen künftig hinzukommen. Perspektivisch könnte zudem das Thermalbad Überkingen das Geopark-Infostellen-Netzwerk im Landkreis Göppingen ergänzen.
Über den Geopark Schwäbische Alb
Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb macht das einzigartige erd- und kulturgeschichtliche Erbe der Region erlebbar und vermittelt Wissen über die Entstehung der Landschaft. Die Gebietskulisse umfasst rund 6.200 Quadratkilometer und erstreckt sich über die gesamte Schwäbische Alb. 2015 wurde das Gebiet von der UNESCO als UNESCO Global Geopark ausgezeichnet und in das internationale Netzwerk aufgenommen. Weltweit gibt es derzeit 229 dieser Modellregionen, die sich für den Schutz, die Vermittlung und die nachhaltige Entwicklung geologisch bedeutender Landschaften einsetzen. Zum Netzwerk des Geoparks gehören 24 Infostellen – darunter Schauhöhlen, Museen, Naturschutzzentren und Bildungseinrichtungen –, 40 Geopoints als Stationen der „Reise in die Erdgeschichte“ sowie 13 Geopark-Schulen. Träger ist ein gemeinnütziger Verein mit zehn Landkreisen der Schwäbischen Alb sowie den Städten Beuren, Schelklingen und Steinheim am Albuch. Vorsitzender ist Schelklingens Bürgermeister Ulrich Ruckh. Die Geschäftsstelle befindet sich in Schelklingen. 2025 feierte der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb sein zehnjähriges Bestehen als UNESCO-zertifizierter Geopark.
PM Landratsamt Göppingen Tourismusmanager, Amt für Kreisentwicklung und Kommunales