Am 22.7.2011 fanden die Anschläge von Utoya in Norwegen und am 22.7.2016 der Anschlag im Olympia Einkaufszentrum München statt.
Den norwegischen Rechtsextremisten Anders Breivik halte ich für einen maßlos selbstüberschätzten, politisch verblendeten, selbstverliebten Rechtsextremisten, der unzufrieden mit sich und der Welt war und dafür die Schuld bei Demokraten des linken Spektrums suchte. Diese waren aber nicht Schuld daran, dass er sich selbst überschätzte und ein krudes Weltbild vertrat. Hätte Breivik sich ein bisschen mehr angepasst, wäre er wahrscheinlich zufriedener gewesen und hätte seinen Weg in der Gesellschaft gefunden. Warum er so wurde, kann ich nicht final erklären, da ich kein Psychologe bin und zu wenig über ihn weiß. Aber die norwegische Gesellschaft hat gut reagiert und ist nicht in Panik verfallen. Norwegen hat seinen liberalen Kurs beibehalten und seine Demokratie gestärkt. Damit hat der Attentäter nicht das erreicht, was er wollte und wird als erbärmlicher Wicht, der Unheil über sein Land brachte, in die Geschichtsbücher eingehen und mit Verachtung gestraft werden.
Der Attentäter von München war ein rechtsradikaler Jugendlicher mit persischen Wurzeln, was seine Tat noch unbegreiflicher machte. In den letzten Jahren habe ich aber vermehrt festgestellt, dass Menschen mit Migrationshintergrund in eine rechte Richtung tendieren. Teilweise sogar Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden, keine deutschen Wurzeln, selbst einen Fluchthintergrund haben und über aktuelle Flüchtlinge schimpfen – manche haben nicht einmal die deutsche Staatsbürgerschaft. Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung, weil unsere Gesellschaft dadurch noch in weitere Richtungen gespalten wird. Im Fall von München muss man aber noch die bayerische Landespolizei lobend erwähnen, die damals sehr gute Arbeit geleistet und damit vielleicht Schlimmeres verhindert hat.
Neulich habe ich diesen Film über Adolf Hitler und Joseph Goebbels gesehen:
Er beleuchtet das perfide Zusammenspiel dieser beiden Demagogen, wie sie die Massen verführten und damit die Welt in den Abgrund führten. Durch solche Extremisten werden verblendete Individuen erst zu Mördern und wir müssen uns die Zusammenhänge immer wieder aufs Neue vor Augen halten, damit sich die politischen Verhältnisse nie wieder in diese Richtung entwickeln und sich auch möglichst wenige Fanatiker radikalisieren, damit sich die Anschläge der letzten Jahre nicht wiederholen.
Bei der Siegerehrung des WM-Finales war ich sehr verwundert über den spanischen Trainer Luis de la Fuente, weil er so herzlich mit Gianni Infantino und Donald Trump umging. Er hat als Weltmeistertrainer auch eine Vorbildfunktion und da hätte ich mindestens Distanz erwartet. Ich habe mir überlegt, wie ich reagiert hätte, wenn ich spanischer Spieler gewesen wäre: Ich kann nicht alle Anwesenden, aber ich vermute mal, dass der Verband seine Spieler vorher instruiert hat. Ich wäre am Fifa-Präsidenten grußlos vorbeigegangen, hätte Trump die Medaille aus der Hand gerissen und sie mir selbst umgehängt, hätte demonstrativ mit den Vertretern Mexikos, Kanadas und Spanien geplaudert und wäre ihnen gegenüber sehr herzlich aufgetreten. So hätte ich der Welt ein klares Zeichen gesetzt.
Dann möchte ich noch auf den Umgang mit Hitze eingehen. Zuerst einmal sollte man Events vom Sommer in den Frühling oder Herbst verlegen, da es zunehmend heißer wird und Austragungen im Hochsommer zunehmend unzumutbar werden. Dann möchte ich noch eine gewagte These aufstellen (wer dazu andere Fakten oder eine andere Meinung hat, möge mir diese gerne zukommen lassen): Aus Kostengründen werden kaum Maßnahmen gegen Hitze ergriffen. Reiche können sich anpassen, indem sie sich z. B. Klimaanlagen kaufen oder dahin ziehen, wo es kühler ist. Betroffen sind überwiegend Arme und Alte. Wenn diese also sterben, spart der Staat sich einiges an Rente und Sozialleistungen. Selbst ein paar mehr Menschen ins Krankenhaus müssen, gleicht das die Ersparnisse durch viele Tote, die überwiegend alt sind, wieder aus. So spart man doppelt, weil man zudem nicht in Gegenmaßnahmen investiert.
Demagogen wie Infantino oder Trump und nicht erfolgte Maßnahmen gegen Hitze befeuern noch schlimmere Extremisten, wie Hitler oder Goebbels, die wiederum durch ihre Politik Anschläge wie auf Utoya oder in München auslösen. Darum gilt wie so oft: „WEHRET DEN ANFÄNGEN!“ Menschen wie Luis de la Fuente müssen dabei Zeichen setzen, indem sie den Populisten die kalte Schulter zeigen, damit sie keinen Auftrieb bekommen. Sonst enden wir in dunklen Zeiten.
Ein Thema, auf das ich schon länger eingehen wollte, ist der Konsum von Schweinefleisch. Als Prophet Mohammed die Regel aufstellte, man solle kein Schwein essen, gab das durchaus Sinn, da man Schwein damals nicht so heiß kochen konnte, dass alle Bakterien abgetötet werden konnten. Auch heute sollte man nicht jeden Tag Schweinefleisch essen, weil zu viel Konsum ungesund ist. Aber in geringem Umfang kann man heutzutage wirklich bedenkenlos Schweinefleisch essen. Warum in weiten Teilen des Islams Schweinefleisch bis heute so verpönt ist, erschließt sich mir daher nicht. Rauchen hingegen, was viel gefährlicher ist – nicht nur für einen selbst, auch für die Mitmenschen – ist nicht verboten. Aus meiner Sicht wird da mit zweierlei Maß gemessen. Ich werde auch in Zukunft bedenkenlos Schwein essen, während ich mich hüten werde, zu rauchen – selbst Passivrauch versuche ich aus dem Weg zu gehen.
Dann habe ich in letzter Zeit mehrfach Berichte über Rechenzentren gesehen. Zum einen verbrauchen diese viel Wasser zum kühlen, weswegen sie nicht in wasserarmen Regionen gebaut werden sollten. Darüber hinaus müssen sie sicher gegenüber Angriffen sein, denn wenn sie zerstört oder gehackt werden, können die Folgen fatal sein. Ich weiß nicht, wie realistisch Pläne sind, Rechenzentren auf dem Meeresgrund zu bauen, aber die Idee ist vom Prinzip her gut. Da gibt es genug Wasser und die Gefahr von Angriffen ist auch geringer als auf der Erdoberfläche.
Marcel Kunz